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Luise - eine deutsche Muslima

Film von Beatrix Schwehm

Immer mehr Menschen in Deutschland treten zum Islam über.
Nach Aussagen des Leiters des Zentralinstituts Islam-Archiv, Salim Abdullah, sind 2005 erstmals binnen eines Jahres mehr als tausend Deutsche konvertiert. Von den bundesweit 3,2 Millionen Muslimen seien 14.352 deutschstämmig, 62 Prozent der Neu-Muslime seien Frauen.

Luise ist mit 19 Jahren zum Islam konvertiert

Sendetermine

So, 31.07.11, 09.00 Uhr

Sa, 06.08.11, 13.30 Uhr

Der Film erzählt von einer deutschen Familie, deren einzige Tochter Luise im Alter von 19 Jahren zum Islam konvertiert. Im Alltag trägt sie Kopftuch und islamische Kleidung, die Moschee besucht sie regelmäßig. Mittlerweile ist sie 25 Jahre alt, verheiratet mit dem arabischen Informatikstudenten Mohamed und in ihrer selbstgewählten Welt glücklich. Sie hat eine dreijährige Tochter und inzwischen auch ihr zweites Kind bekommen. Bis vor wenigen Wochen lebte das Paar gemeinsam in einem Haus mit Luises Eltern.

Leben mit einer fremden Kultur

Nach außen funktioniert die Familie solidarisch, nach innen hat sie wie in einer Parallelwelt mit alltäglichen Widersprüchen und Grenzsituationen zu tun. Luises Eltern suchen einen Weg, mit der fremden Kultur umzugehen, die in ihre Familie eingedrungen ist. Der Film von Beatrix Schwehm ist ein persönlicher und zugleich politischer Film. Er führt in die Lebenswelt einer Familie, deren private Konflikte geprägt und überlagert werden durch aktuelle gesellschaftliche Strömungen und weltpolitische Ereignisse.

Eine Familie zwischen westlichen und islamischen Werten

Im Mikrokosmos dieser Familie mischen sich westliche und islamische Werte, gleichzeitig spiegeln sich die Ängste wider, die der Islam gegenwärtig hervorruft. Darüber hinaus erzählt der Film von Menschen, die sich lieben und streiten, er begleitet die Familie auf ihrer Reise in Mohameds Heimat nach Algerien, erzählt von Ängsten, Respekt, Resignation, vom Aufeinanderprallen unterschiedlicher Weltbilder und Lebensentwürfe. Der Film zeigt keinen Kampf der Kulturen, sondern den konfliktreichen und steinigen Weg hin zu Toleranz und Annnäherung, aber auch die Grenzen von Verständnis und Akzeptanz.

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