Inhalt
Langsames Sterben am Kap
Klimawandel im südlichen Afrika
Sendetermin
Sa, 25.07.09, 00.00 Uhr
Während für den Rest der Welt eine durchschnittliche Klimaerwärmung von 2 Grad Celsius vorhergesagt wird, sind es für Afrika 5 Grad. Und die Tier- und Pflanzenwelt Afrikas steckt jetzt schon unglaublich harte Schläge ein. Der westliche Arm des Okawango-Flusses in Botswana führt schon seit Jahren kein Wasser mehr. Wenn die Klimaerwärmung nicht innerhalb kürzester Zeit gestoppt wird, dann werden Tausende von Tieren elend verenden, werden Tausende von Pflanzenarten verschwinden. Und die Menschen werden anfangen zu wandern, vor allem nach Süden, Richtung Kap der Guten Hoffnung.
Doch ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben werden auch dort vergeblich sein. Denn Südafrika, das südlichste Land des schwarzen Kontinents, leidet genauso unter der Erwärmung. Fünf Autostunden nördlich von Kapstadt lassen daher Wissenschaftler Pflanzen künstlich vertrocknen, um herauszufinden, wie lange sie bei der Erwärmung des Klimas überleben würden.
Und auch am berühmten Tafelberg kämpfen die Menschen heute schon um den Erhalt der Natur, während in den Elendsvierteln Kapstadts das Wasser knapp wird und die Äpfel auf den Plantagen rund um die Stadt Sonnenbrand bekommen. Und der Klimawandel hört an der Küste Afrikas nicht auf. Auch die Meere südlich des afrikanischen Kontinents sind schmerzlich betroffen. MEIN AUSLAND macht sich auf die Suche nach den Spuren der Verwüstung im südlichen Afrika, und bis hin zur Antarktis.
Film von Richard Klug, ARD-Studio Johannesburg
