Inhalt
Im Anfang: Das erste Buch der Bibel - ganz
Die lange Bibel-Nacht
Die "Genesis" wird in der kraftvollen Übersetzung von Martin Buber vorgetragen von: Rolf Becker, Rolf Boysen, Elke Heidenreich, Thomas Holtzmann und Katharina Thalbach. Begleitet wird die Lesung von eindrucksvollen Bildern und Musik.
Das erste Buch der Bibel gehört zu den ältesten Erkenntniswerken der Menschheit. Ursprünglich nur mündlich an den Lagerfeuern eines Hirtenvolkes erzählt, dann gesammelt, aufgeschrieben und bewahrt, sucht es in Bildern, Gestalten und Schicksalen eine Antwort auf die Rätsel der Welt. Wer hat sie erschaffen? Woher kommen Dunkelheit und Licht, Wasser und Land, Pflanzen und Tiere? Wie entstand der Mensch, der dies alles betrachten und bedenken kann, in Kraft und Schwäche, schaudernd vor dem Höhenflug seiner Träume und vor den Abgründen seiner Seele? Wer ist dieser Gott, der das Bündnis mit seinen Geschöpfen sucht?
Sendetermin
Di, 25.12.08, 00.45 Uhr
Gestalten treten aus dem Nebel der Urgeschichte und der menschlichen Phantasie. Unruhig suchen sie nach dem Sinn ihres Daseins und dem Ziel ihres Weges: Adam und Eva, Noah, Abraham, Isaak, Jakob, Joseph, Sarah und Rahel. Sie stehen für Geburt und Tod, Segen und Fluch, Liebe und Hass, Irrtum und Erkenntnis. Die Geschichten dieses Buches sind das Ergebnis eines tausendjährigen Staunens. Immer wieder wurden und werden sie nacherzählt und neu gedeutet. Drei Weltreligionen sehen in ihnen ihre ältesten Gottes- und Menschenbilder.
Unzählige Maler, Bildhauer, Literaten und Komponisten haben diese Geschichten aufgegriffen und ihre jeweilige Zeit darin gespiegelt. Der vollständige Vortrag des Buches bietet einen zusätzlichen Reiz. Es ist als gesprochenes Wort und sprechendes Gesicht zu erleben und als ein erregender und unterhaltender "Roman", von der groben und archaischen Welt des Anfangs über die Härte und Strenge der Episoden um Abraham, Isaak und Jakob bis zu den psychologisch verfeinerten Geschichten um Joseph und seine Brüder.
Film von Ulrich Harbecke (2003)
