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FAQ ALL-Tag - Fragen zur Astronautenausbildung
Viele Zuschauer haben Fragen zur Thomas-Reiter-Mission. Eine Auswahl der interessantesten Fragen und Antworten finden Sie auf dieser Seite.
Gibt es auch weibliche deutsche Astronauten und wenn ja, wie viele?
Nein, die gibt es nicht mehr. Die beiden Frauen die sich auf die D2-Mission vorbereitet hatten, Renate Brümmer und Heike Walpot sind beiden aus dem aktiven Astronautendienst ausgeschieden. Renate Brümmer arbeitet heute in einem internationalen Raumfahrt-Schülerprojekt und Heike Walpot ist Pilotin einer Boeing 737 bei Lufthansa.
Gibt es Möglichkeiten, bei der ESA oder beim DLR zu studieren?
Studiert wird prinzipiell an einer Universität. Ein Praktikum, eine Diplomphase oder eine Doktorarbeit sind immer möglich. http://www.eid.dlr.de/jobs/wiss_nachwuchsfoerderung/
Wer bestimmt, welche Astronauten zu ISS fliegen können und wie viel Astronauten insgesamt sich in der ISS befinden?
Die Astronauten werden nach einer Ausschreibung aus tausenden von Bewerbern ausgewählt. Je nach Eignung und Ausbildungsstand werden sie dann für eine Mission benannt, auf die sie sich jahrelang vorbereiten.
Gibt es ein spezielles mentales Training, um die Enge in der ISS und das ständige Umgeben von immer denselben Menschen, zu überstehen?
Nein, das gibt es nicht. Natürlich werden die Astronauten auf ihre Mission mental vorbereitet, besonders in der Gruppe. Diese Gruppen werden nach psychologischen Aspekten zusammengestellt. Und es werden nur die Crews zur ISS geschickt, die auch wirklich miteinander funktionieren, das merkt mit bei der jahrelangen gemeinsamen Vorbereitung.
Was haben die Männer und Frauen studiert, die in den Kontrollzentren bei der NASA oder ESA (ESOC) arbeiten?
Informatik, Mathematik, Physik, Luft- und Raumfahrttechnik, Elektronik …
Wie sieht der Weg für einen Naturwissenschaftler ins All aus? Und sind die Perspektiven nach Columbus diesbezüglich vielleicht sogar noch besser?
Informationen über Berufs- und Jobangebote beim DLR und der ESA finden Sie auf den Webseiten des DLR und der ESA. Ebenso können Sie sich auch direkt, ohne eine Ausschreibung bei den Personalstellen in Köln beim DLR und in Paris bei der ESA bewerben. Die Chancen heute sind ebenso gut wie nach Columbus.
Wie wurde die Benutzung des "Raketenrucksackes" trainiert? Den kann man ja nicht im Swimmingpool zu Trainingszwecken einsetzen.
Trainiert wie die Benutzung des Raketenrucksacks in Houston im Building 9, der zentralen Trainingsstätte. Dies geschieht im so genannten „virtuel lab“. Mit einer 3-D-Brille über den Augen und Datenhandschuhen an den Händen, sowie der Steuereinheit vor dem Bauch bekommen die Astronauten die Umgebung der ISS virtuell projiziert. Auf einem Stuhl sitzend, ist das Gefühl um die ISS zu schweben täuschend echt. In der Trainingssituation werden die Astronauten von der Station „entfernt“ und müssen mit dem Kontaktverlust zur ISS zurecht kommen. Dann üben sie das zurück fliegen zur Station. Zu sehen war das ganze auch in der Dokumentation von Michael Kons: Dokumentation "Die Mission des Thomas Reiter" von Michael Krons
Mich würde interessieren, ob es bei der ESA in naher Zukunft eine Astronautenauswahl gibt?
Gibt es dann in jedem dazugehörigen Land eigene Tests für die "zukünftigen" Astronauten, oder findet das für alle Nationen zusammen statt?Als Astronaut kann man sich bei der ESA ständig bewerben. Die Bewerbungen werden bis zur nächsten Ausschreibung registriert und die Bewerber werden dann angesprochen. Die Ausschreibung findet Europaweit statt und die Eignungsprüfungen werden zentral vom Europäischen Astronauten Trainingszentrum in Köln durchgeführt.
http://www.esa.int/esaHS/ESA1RMGBCLC_astronauts_0.html
