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FAQ ALL-Tag - Fragen zum Start

Viele Zuschauer haben Fragen zur Thomas-Reiter-Mission. Eine Auswahl der interessantesten Fragen und Antworten finden Sie auf dieser Seite.

  • Wie ist es möglich, dass sich immer noch Teile der Isolierung lösen? Kann man denn nicht eine Art Verbundnetz knapp unter der Oberfläche der Isolierung anbringen und somit das Ablösen größerer Teile verhindern?

    Dazu gab es umfangreiche Versuchsreihen, auch mit Netzen. Doch beim Betanken und den dabei auftretenden tiefen Temperaturen frieren auch solche Netzstrukturen und reißen beim Start.

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  • Was ist das für ein Kreischen bzw. Pfeifen Sekunden vor Zündung der Triebwerke? Danach kann man noch einen Knall hören und unten einen Blitz sehen. Sind das die Turbopumpen die anlaufen?

    Richtig, zum einen sind das die Turbopumpen und die APU zur internen Stromversorgung. Hinter dem Knall verbergen sich die "Zündkerzen", Hitzequellen die die austretenden Gase aus dem Haupttank entzünden. Dies ist deutlich bei den Aufnahmen "Shuttle von unten" unmittelbar vor dem Start zu sehen, es sind die Funken sprühenden "Kerzen".

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  • Inwieweit werden die Einrichtungen am Startturm durch die große Hitze beim Schub in Mitleidenschaft gezogen?

    Einige Elemente der Starteinrichtungen (Elektrische Kabel, Druckleitungen), insbesondere rund um den Startisch (den der Turm wird ja zurück gefahren) werden in der Tat während des Startvorganges beschädigt oder zerstört. Die in Mitleidenschaft gezogenen Einrichtungen werden nach dem Start wieder vollständig in Stand gesetzt und auf den nächsten Start vorbereitet.

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  • Wann ist der nächste Shuttle-Start geplant und wie viele sollen bis zur Einstellung des Shuttle-Programms noch stattfinden?

    Der nächste Shuttlestart ist für den Zeitraum ab dem 27. August 2006 geplant. Bis zum Jahr 2010, der Einstellung des Shuttleprogramms, soll es noch 17 Flüge geben.

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  • Es wurde ein Ausweichflughafen (für den Fall eines Problems in der Startphase) in Spanien erwähnt. Um welchen Flughafen (oder Air Base) handelt es sich?

    Dabei handelt es sich um Militärflughäfen in der Nähe von Saragossa und Moron in Spanien, sowie um Istres in Südfrankreich. Diese dienen als Notlandeplätze. Es gibt verschiedene Notlandeverfahren, über die nach Erreichen bestimmter Flughöhen durch das Shuttle entschieden wird. So kann nach Ausfall eines Haupttriebwerkes mit den beiden verbliebenen das Verfahren „Transoceanic Abort Landing“ (TAL) eingeleitet werden und das Shuttle landet nach ca. 45 Minuten Flugzeit in Europa. Auf Grund der hohen geographischen Breiten, die eine Shuttlemission in den neunziger überflogen hat, war auch der Flughafen Köln/Bonn als Notlandeplatz ausgewählt worden.

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  • Wozu waren diese rot leuchtenden (Knick-)Röhrchen gut, die den Astronauten beim Einstieg in die Ärmeltaschen gesteckt wurden? Dies geschah bei jedem (versuchten) Start und immer erst kurz vorher – Wieso, weshalb, warum?

    In der Tat koennen die Astronauten "Knicklichter", also chemische Leuchtstaebe vor dem Start erhalten, die sie in ihren Anzug an gut erreichbarer Stelle stecken. Diese Lichter dienen im Notfall, z.B. einem kompletten Stromausfall, oder bei einer Notlandung/-wasserung in Dunkelheit, um wenigsten ein wenig Licht zu haben, um ggfs. Notfallprozeduren zu lesen. Weitere solcher Lichter werden auch im Middeck gut erreichbar festgemacht, um noch weitere Lichtquellen zu haben.

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  • Weshalb erfolgen Shuttle-Starts in Form eines Raketenstarts? Wäre es nicht kostengünstiger und risikoärmer die Starts wie herkömmliche Flugzeugstarts durchzuführen und die Shuttles sich spiralförmig dem Orbit nähern zu lassen?

    Shuttles können aufgrund des Startgewichtes und den heute zur Verfügung stehenden Antriebsmöglichkeiten aus orbitmechanischen Gründen nicht senkrecht starten. Für den Aufstieg wie mit einem Flugzeug würde der Shuttle Unmengen von Treibstoff benötigen, die ihn dann wieder schwerer machen. Ein solches Konzept wird gegenwärtig bei astrium im Bremen mit dem Projekt Hopper verfolgt, als möglicher Nachfolger für die Ariane-Trägerraketen. Siehe:
    http://www.space.eads.net/press-center/archives/2004/294-de

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  • Warum geht man beim Start von Raumflugkörpern nicht neue Wege? Es könnten Teile der ersten Stufe entfallen, wenn die Beschleunigung horizontal und auf einer Magnetschienenbahn erfolgen würde. Noch mehr Energie kann spart ein Start aus den Bergen.

    Neue Wege werden gegangen, so bei den neuen Raumtransportstrategien über die man bei astrium space transportation nachdenkt. So gibt es dort das Projekt Phoenix, einen horizontal startenden Raumtransporter für den unbemannten Transport von Nutzlasten. Gestartet wird über ein Dampfkatapult, nach dem Erreichen einer Sicherheitshöhe wird die zweite Stufe gezündet. Auf einer Höhe zwischen 150 und 200 km wird die Nutzlast ausgesetzt und fliegt allein in ihren Orbit. Der Raumtransporter kehrt im Gleitflug zur Erde zurück. Der Start soll in Kourou/Französich-Guyana erfolgen, die Landung in Ostafrika. Mehr unter www.eads.com, in der Rubrik Raumtransportsysteme. Einen ersten Testflug, Abwurf vom Hubschrauber und Punktlandung gab es im letzten Jahr in Nordschweden in Kiruna.

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  • Wie werden eigentlich die Raketen betankt? Funktioniert dies wie bei einem Auto oder Flugzeug?

    Die Betankung kann man mit der beim Auto oder beim Flugzeug vergleichen, nur dass diese unter großen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Das Space Shuttle wird mit Sauerstoff und Wasserstoff betankt, die russischen Raketen mit einem hochtoxischen Flüssigtreibstoff.
    http://www.nasa.gov/returntoflight/system/LOX_feedline_bellows.html

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  • Wann werden die Tanks gefüllt? Ist das Unterschiedlich oder immer fest z. B. eine Woche vor Start des Flugs?

    Für diesen Vorgang, der am Starttag stattfindet, gibt es speziell ausgebildete Mannschaften.

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  • Wie wird eigentlich ein Shuttle aufgerichtet? Werden Seile an dem Shuttle befestigt und mit Hilfe eines Krans in vertikaler Position gebracht?

    In der so genannten VEB - Vehicle Assembly Bay werden der Haupttank und die Feststoffbooster montiert. Ist dieser Vorgang abgeschlossen wird der Shuttle in die Halle gebracht und mit Hilfe eines Krans aufgerichtet und am Haupttank befestigt. Die gesamte Konstruktion steht auf einem so genannten Crawler, einem riesigen Kettenfahrzeug, dass das STS - Space Shuttle Transport System zum Launch Pad transportiert.
    http://science.ksc.nasa.gov/facilities/vab.html

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  • Beim Start eines Orbiters ist zu sehen, dass der Orbiter unterhalb der beiden Feststoffraketen angebracht ist. Kann dieser nicht oberhalb befestigt werden, damit herunterfallendes Material keine Beschädigungen verursacht?

    Die gesamte Konstruktion ist in Abhängigkeit ihrer Flugeigenschaften auf den Schwerpunkt des Systems ausgelegt. Um bestimmte Flugeigenschaften zu erhalten, ist es notwendig, das System stabil in jedem Abschnitt des Fluges zu halten. Diese Notwendigkeit bestimmt auch die Konstruktion, somit ist es erforderlich, dass Shuttle genau an diesem Punkt zu befestigen.

    http://www.nasa.gov/returntoflight/system/system_STS.html

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  • Nach wie vielen Minuten wird der Haupttank des Shuttles abgeworfen?

    Je nach Flugverlauf löst sich der Haupttank nach ca. 10 Minuten vom Space Shuttle.
    http://www.nasa.gov/returntoflight/system/system_ET.html

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  • Warum brauchen die Shuttles vom Start bis zur Ankunft an der Raumstation zwei Tage, obwohl diese nur 400 km über der Erde kreist? Kann der Start nicht so getimt werden, dass die Raumschiffe in der Nähe der Stelle in die Umlaufbahn eintreten?

    Die Verfahren auf dem Hin- und Rückflug zur ISS werden abhängig vom Fluggerät, Shuttle oder Soyuz-TMA, und deren orbitmechanischer Rahmenbedingungen geplant. Während des Aufstieges zur ISS sind verschiedene Manöver notwendig, insbesondere Beschleunigungen, um die Umlaufbahn der ISS zu erreichen. Somit ist ein direkter Anflug zur ISS nicht möglich. Beide bemannten Raumtransportsysteme, und auch die unbemannten Progress-Transporter, benötigen 48 Stunden zur ISS. Beim Rückflug verhält es sich etwas anders. Soyuz-TMA fliegt (fällt) im Prinzip ungesteuert, auf eine Fallparabel, zurück zur Erde. Beim Shuttle sind wiederum konkrete Flugmanöver notwendig. Hinzu kommt, dass an Bord der Shuttle vor der Rückkehr zur Erde viele Dinge noch verpackt werden müssen, um eine sichere Rückkehr zur Erde zu gewährleisten.

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  • Kann man den Start von Deutschland aus sehen?

    Im Prinzip ja, aber hängt das von der geplanten Flugbahn, der Startzeit und dem Sonnenstand ab. Bei einer der letzten Shuttlemissionen war dieses Phänomen angekündigt worden, jedoch hatten sich dann der Start verschoben.

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