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Dienen bei der NVA (3/3)

Die Spatensoldaten

Eine Dokumentation von Kerstin Mauersberger und Nicole Standtke

Mit der Geschichte der Bau- bzw. Spatensoldaten widmet sich die dritte Folge der Reihe einem ganz besonderen Kapitel NVA-Geschichte. Bis heute ist kaum bekannt, dass es auch in der DDR die Möglichkeit gab, den Dienst an der Waffe zu verweigern. Der Film beleuchtet Ursprünge und Hintergründe der Kriegsdienstverweigerer des Ostblocks.

Anfang der 60er Jahre drängten insbesondere die Kirchen auf eine Möglichkeit, den Dienst an der Waffe verweigern zu können, und so machte die DDR 1964 als einziges sozialistisches Land ein Zugeständnis der besonderen Art: Sie kreierte eine ganz spezielle Verweigerer-Variante. Die jungen Männer durften zwar den Dienst an der Waffe verweigern, nicht aber den Armeedienst. So wie alle anderen mussten die Verweigerer 18 Monate dienen, in der Uniform der NVA, als Soldaten ohne Waffe. Offizieller Dienstgrad: Bausoldat.

Sendetermine

Mi, 29.09.10, 20.15 Uhr

Do, 30.09.10, 07.15 Uhr

Do, 30.09.10, 19.30 Uhr

Die Entscheidung, kein Gewehr in die Hand nehmen zu wollen, hatte für die Verweigerer nachhaltige Konsequenzen: Sie galten als Drückeberger, Staatsfeinde, Oppositionelle. Die beruflichen Perspektiven waren damit für viele weitgehend eingeschränkt. Studienplätze gab es für die Bausoldaten in der Regel nicht mehr. Trotz der Schikanen stieg die Zahl der Bausoldaten von Jahr zu Jahr. Ihr Los wurde zu DDR-Zeiten von den Medien ganz bewusst ausgeblendet. Viele DDR-Bürger wussten bis zuletzt nicht, dass es die Möglichkeit gab, den regulären Waffendienst zu verweigern.

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