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Die Lohnsklaven

Was ist Arbeit in Deutschland noch wert?

Von Hungerlöhnen von zum Teil nur 2 Euro 50 die Stunde betroffen ist vor allem der Dienstleistungssektor, z.B. Mitarbeiter von Wachdiensten, Friseure, Floristen, Hotelangestellte, Beschäftigte in der Fleischbranche oder private Briefzusteller. Der Film geht den Ursachen des Lohndumpings nach und untersucht die Folgen, die solch niedrige Löhne für die Betroffenen aber auch für die Betriebe haben.

Nick R. hat einen Stressjob. Jeden Tag, acht Stunden, stellt er für den Berliner Senat die Behördenpost zu - zum Beispiel Bußgeldbescheide. Am Ende des Monats bekommt er dafür 800 Euro netto - zu wenig, um sich, seine Frau und das Baby zu ernähren. Vielen Menschen geht es noch schlechter als Nick R. Zwischen zwei und vier Millionen arbeiten - nach unterschiedlichen Hochrechnungen - schon heute für Löhne, die das Existenzminimum nicht abdecken. Und das, obwohl sie es sich bequem machen und Hartz IV beantragen könnten.

Diese Menschen sind oft hoch motiviert, fleißig, aber auch verzweifelt darüber, wie es sein kann, dass man in Deutschland unter Umständen nicht mehr von seiner Hände Arbeit leben kann. Mit welchen Tricks setzen die Arbeitgeber die Löhne auf ein solches Niveau?

Sendetermin

Di, 28.09.10, 18.00 Uhr

Die Filmautoren stellen außerdem die Frage, ob die derzeit diskutierten Modelle - einschließlich Mindestlöhne - überhaupt das Problem lösen können oder ob sie zu Missbrauch und Umgehungstatbeständen einladen. Anhand von eindrucksvollen Beispielen aus unterschiedlichen Branchen gibt der Film einen Einblick in die bedrückenden Lebensumstände von Menschen, die für einen Hungerlohn arbeiten.

Dokumentation von Adrian Peter, Thomas Dauser, Daniel Hechler, Gottlob Schober und Thomas Reutter

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