Inhalt
Die Kinderhexen von Kinshasa
In Kongos Hauptstadt Kinshasa gibt es ca. 20.000 so genannte Kinderhexen. Sie leben, betteln und stehlen auf den Straßen. Von ihren Familien wurden sie verstoßen, weil sie angeblich Unglück gebracht hätten. Erst langsam regt sich Widerstand gegen diesen unmenschlichen Aberglauben.
Sendetermin
Mi, 22.07.09, 04.30 Uhr
Der kaputte Fernseher geht auf das Konto der Kinderhexen, die Arbeitslosigkeit des Vaters oder die Krankheit der Großmutter. In Kinshasa grassiert regelrechter Hexenwahn. Exorzisten haben Hochkonjunktur. Mit kollektivem Gebet und Gesang wird das Böse ausgetrieben. Das Geschäft mit dem Aberglauben ist im Kongo eines der Wenigen, das nach 40 Jahren Plünderdiktatur und vier Jahren Bürgerkrieg noch floriert. Im Übersinnlichen suchen die Menschen Erklärungen für ihr Elend. Zum Glück gibt es auch Initiativen dagegen und einige Musiker, die gegen diesen unmenschlichen Aberglauben anspielen.
Dokumentation von Werner Zeppenfeld
