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Top Secret (2/3)

Agenten im Kalten Krieg

Film von Christian Weisenborn, Dirk Posselt und Franz Leopold Schmelzer

Das geteilte Deutschland ist nach dem Zweiten Weltkrieg der Schauplatz der Konfrontation zwischen Ost und West. Berlin ist der Brennpunkt der Spionage. Bis zum Bau der Mauer können sich hier die unterschiedlichsten Geheimdienste mehr oder minder ungehindert bewegen. Unter der friedlichen Oberfläche einer Stadt im Wiederaufbau finden die ersten Schlachten des Kalten Krieges statt.

"Unter der Oberfläche" ist buchstäblich gemeint: Briten und Amerikaner graben einen mehrere hundert Meter langen Tunnel unter der Zonengrenze hindurch, um die Telefonleitungen der Sowjetischen Militärverwaltung abzuhören - "Operation Gold" heißt diese Aktion.
Elf Monate scheint alles gut zu gehen, dann wird der Tunnel entdeckt. Nikita Chruschtschow inszeniert eine große Propagandashow und empört sich öffentlich. Doch in Wirklichkeit wusste der KGB schon von dem Spionageprojekt, längst bevor mit den Grabungen am Tunnel begonnen wurde: George Blake, der Chef der Auswertungsabteilung des Britischen Secret Service, ist ein KGB-Spion und hatte die Operation Gold an den KGB verraten.

Die Glienicker Brücke in Berlin wird von Soldaten bewacht.

Glienicker Brücke in Berlin. (Quelle: DasErste.de)

Im frühen Nachkriegsdeutschland tummeln sich nicht nur die Geheimdienste der Alliierten. Schon 1946 beginnen die US-Amerikaner mit dem Aufbau der Organisation Gehlen. Reinhard Gehlen, in Hitlers Armee Wehrmachtsgeneral und Leiter der Aufklärungsabteilung §Fremde Heere Ost", hat die ehemaligen Feinde von seiner Nützlichkeit überzeugt. Die Amerikaner brauchen dringend Informationen über die Sowjetarmee und Gehlen mit seinen Leuten kann sie liefern.

Die DDR reagiert mit dem Aufbau einer eigenen Aufklärung, Markus Wolf wird zum großen Gegenspieler Gehlens. Der 1945 aus der Sowjetunion zurückgekehrte Wolf baut einen Geheimdienst nach dem Muster des KBG auf und wird ihn bis 1985 leiten. Im Kalten Krieg kämpfen die Geheimdienste mit harten Bandagen und allen Mitteln.

Sendetermine

Mo, 09.01.12, 01.45 Uhr

Do, 19.01.12, 01.30 Uhr

Lippenstiftkameras, "Romeoagenten" und Auftragsmörder gehören zum Arsenal. Dem ostdeutschen Geheimdienst gelingt es, "Perspektiv-Agenten" in hochrangigen Positionen in Westdeutschland unterzubringen.

Bundeskanzler Willy Brandt stürzt über den DDR-Agenten Günter Guillaume. Trotz Ostpolitik und Helsinki-Abkommen geht der geheime Krieg der Spione weiter. Gabriele Gast, Mitarbeiterin des BND, berichtet 17 Jahre lang an die Staatssicherheit. Rainer Rupp, Deckname "Topas", verrät NATO-Pläne der höchsten Geheimhaltungsstufe. Und so weiß die Führung der DDR, dass kein nuklearer Erstschlag der NATO droht. Der Chef des KGB glaubt das nicht. Er lässt seine Agenten über ein Jahrzehnt verzweifelt nach den Angriffsplänen der NATO suchen. Werner Stiller, Oberleutnant der Staatssicherheit, läuft mit zwei Koffern voller Geheimdokumente in den Westen über und trägt zur Enttarnung eines Teils der DDR-Spionage im Westen bei.
Das Leben der Agenten im Kalten Krieg war äußerst gefährlich. Was hat sie angetrieben, sich so zu verhalten, wie sie es getan haben? Würden sie es noch einmal tun? Die erstaunliche Antwort von einigen heute, achtzehn Jahre nach dem Fall der Mauer: "Unter den Voraussetzungen von damals würde ich es wieder tun."

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