Inhalt
Sagenhafte Völker - Der Hunnensturm
Im Mittelpunkt der Dokumentation steht der Mythos, der die Steppenkrieger bis heute umgibt. Aufwändige Inszenierungen und Erläuterungen von international renommierten Historikern führen ins 5. Jahrhundert - mitten ins Leben und in den Kampf dieses Nomadenvolkes. Anhand neuester Forschungsergebnisse zeigt der Film, dass die Hunnen weit mehr als wilde Barbaren waren. Die Verwaltung und stetige Vergrößerung ihres riesigen Reiches forderte von den Hunnenkönigen nicht nur Kampfeswillen, sondern auch politische und diplomatische Fähigkeiten.
Sendetermine
So, 21.03.10, 21.00 Uhr
Mo, 22.03.10, 08.15 Uhr
Mo, 22.03.10, 19.15 Uhr
In großartigen Bildern beschreibt der Film die Lebensgeschichte zweier Kriegsherren - Attila, der große Hunnenkönig, und Aetius, ein römischer General, beide schicksalhaft miteinander verbunden. Aetius lebte als Kind in Geiselhaft bei den Hunnen. In dieser Zeit wurde er mit ihren Sitten und dem innovativen Geheimnis ihrer schnellen Kriegsführung vertraut: Mit flexiblen Bögen konnten sie ihre Feinde vom Pferderücken aus beschießen. Unter Attila erlangten die Hunnen ihre größte Macht: Sie unterwarfen ihre Gegner oder verpflichteten sie zu hohen Tributzahlungen. Allein, der weströmische General Aetius, konnte Attila auf den Katalaunischen Feldern bezwingen, ließen in der verheerendsten Schlacht des Jahrhunderts über 18000 Männer ihr Leben. Diese Niederlage leitete zwar das allmähliche Ende des großen Hunnenreiches ein, trotzdem prägten die kämpferischen Nomaden die abendländische Geschichte wie kein zweites Volk. Durch ihren jahrzehntelangen Vorstoß nach Westen veränderten sie bestehende Machtverhältnisse und schufen die Grundlage für das mittelalterliche Europa.
Film von Robert Gardner und Jonathan Grupper
