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Letzte Zuflucht Campingplatz
Wenn die Wohnung unbezahlbar wird

Auch wenn es nur ein Wohnwagen ist, soll das Heim auf dem Campingplatz so gemütlich sein wie möglich. (Quelle: ARD)
Im Grünen leben, umgeben von Natur: Das klingt nach Schlaraffenland. Dass immer mehr Menschen auf einen Campingplatz umziehen, hat allerdings weniger mit den Freuden des Zeltens zu tun. In Krisenzeiten wie diesen fehlt vielen das Geld für die eigenen vier Wände. "Dauercampen citynah" als Alternative – für Rentner, Leiharbeiter oder auch Scheidungsopfer werden Wohnwagen oder Zelt immer häufiger zur letzten Zuflucht.
Gertrud und Herbert Scheidt, Campingplatzbetreiber aus Lohmar in der Nähe von Bonn, werben ganz gezielt um solche neuen Gäste: "Möbliert und mobil wohnen, schnell, preiswert, diskret" und "Hartz-IV-Förderung möglich".
Sendetermine
Mo, 08.02.10, 13.30 Uhr
Mo, 08.02.10, 18.00 Uhr
Di, 09.02.10, 14.45 Uhr
Die Reporter Gudrun Thoma und Sebastian Schütz haben sich auf dem Campingplatz der Scheidts einquartiert und das Leben der Bewohner dort begleitet. Bei Wind und Wetter wird der Alltag auf einem Campingplatz vor allem für alte Menschen zum körperlichen Kraftakt, insbesondere im Winter.
Weder fließendes Wasser noch eine Zentralheizung, zugige Vorzelte, undichte Wohnwagen: Das sind die Widrigkeiten, mit denen Dauercamper zurecht kommen müssen. Eine Chemietoilette gilt schon als Luxus. Eine Reportage über Menschen, die versuchen, mit wenig Geld das Beste aus ihrer schwierigen Situation zu machen.
Ein Film von Gudrun Thoma und Sebastian Schütz
