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"Europa - Kontinent am Scheideweg"

INTERNATIONALER FRÜHSCHOPPEN, So, 02.12.12, 12.00 - 13.00 Uhr

In wenigen Tagen wird in Europa gefeiert. Dann erhält die Europäische Union den Friedensnobelpreis für ihre Friedens- und Integrationsleistung. Ein wenig anachronistisch wirkt der Preis dieser Tage, denn Europa scheint in tiefer Depression und zerstritten. Denn die Eurokrise hat den Kontinent fest im Griff und sie droht die europäische Idee zu ersticken.

Dabei wird viel geredet in und über Europa, aber es geht fast nur noch ums Geld. Es scheinen Gräben aufzubrechen zwischen Geberländern und Nehmerländern, zwischen Mitgliedsstaaten und europäischen Institutionen. Die Rezepte zur Eurorettung und zur Gesundung der Wirtschaft in den Krisenländern des Südens verunsichern die Menschen hier wie dort. Sparmaßnahmen und Sozialkürzungen treiben die Menschen in Griechenland, Spanien und Portugal auf die Straßen und in Deutschland und Frankreich wächst die Sorge der Menschen, dass man sich die Hilfe irgendwann schlicht nicht mehr leisten kann.

Dabei ist neben Deutschland besonders Frankreich bei der Eurorettung gefordert. Doch Frankreich ist angeschlagen durch die Herabsetzung des eignen Kreditratings und eine aufkommende Unzufriedenheit der Bürger mit dem eigenen Präsidenten. Deutschland scheint mehr gefordert denn je, doch der eigene Konjunkturmotor beginnt zu stottern.

Ist der eingeschlagene Weg der Eurorettung und Griechenlandhilfe richtig? Braucht Griechenland einen Schuldenschnitt? Überfordern sich die Geber? Rutscht Frankreich in eine destabile Lage? Brauchen wir eine Vertiefung der Integration? Was wird aus der europäischen Idee? Was wird aus dem europäischen Haushalt? Bricht die Union auseinander?

Über den Zustand Europas und das Verhältnis der Mitgliedsländer zueinander diskutiert der Internationale Frühschoppen.

Michael Hirz diskutiert im INTERNATIONALEN FRÜHSCHOPPEN mit:

- Cerstin Gammelin (Süddeutsche Zeitung, Brüssel)
- Rozalia Romaniec (Deutsche Welle, Polen)
- Haig Simonian (freier Journalist, Großbritannien)
- Georgios Pappas (ERT3, Griechenland)
- Anne Mailliet (France24, Frankreich)

Im Anschluss an die Gesprächsrunde können Zuschauer bei "Internationaler Frühschoppen nachgefragt" Fragen an die Runde im Studio richten.

WDR 5 und Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk strahlen den "Internationalen Frühschoppen" sowie "Frühschoppen nachgefragt" live von 12.00 bis 13.00 Uhr aus. Deutsche Welle TV und EinsExtra strahlen zeitversetzt aus.

Der Internationale Frühschoppen ist die traditionsreichste Talkrunde im deutschen Fernsehen. Seit der Erstsendung am 30. August 1953 heißt der Leitspruch: Sechs Journalisten/innen aus fünf Ländern diskutieren das wichtigste politische Thema der Woche. Bis 1987 moderierte Werner Höfer die Sendung, danach trat der "Presseclub" am 27. Dezember 1987 die Nachfolge an.

Am 13. Oktober 2002 hat PHOENIX den Internationalen Frühschoppen mit dem ursprünglichen Konzept unter dem gewohnten Titel wieder belebt. Seitdem strahlt der Ereignis- und Dokumentationskanal die Talksendung immer an Sonntagen von 12.00 bis 13.00 Uhr aus, wenn der "Presseclub" im Ersten ausfällt.

In seinem Gesamterscheinungsbild hat sich der Frühschoppen seit seinen Anfängen kaum verändert. Zwar wurde vor allem die Studio-Dekoration immer an aktuelle Trends des Fernsehdesigns angepasst. Dafür blieb aber - auch in der Neuauflage bei PHOENIX - das ursprüngliche stilbildende Konzept der Zuschauerbeteiligung durchweg erhalten: Von 12.45 Uhr an haben die Zuschauer und Zuhörer Gelegenheit, sich in die Diskussion mit Fragen einzuschalten.

Der Internationale Frühschoppen setzt in der Themenwahl stets auf hohe Aktualität. Vor allem die Mischung aus deutschen Journalisten und ausländischen Korrespondenten mit ihrer zum Teil ganz speziellen Außenansicht der diskutierten Themen macht den einzigartigen Charakter der Sendung aus.

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