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Hitlers Stellvertreter (2/2)
Der Fall des Rudolf Heß

Kriegsgefängnis Spandau 1947 (Quelle: ARD)
Rudolf Heß - er gibt bis heute die meisten Rätsel auf. War er der eigenmächtige Einpeitscher hinter den Kulissen oder nur der ergebene Diener seines Herrn? War er wahnsinnig? Wollte er mit seinem spektakulären Englandflug den Frieden retten oder nur seinen geliebten Führer beeindrucken? Und sein Tod - Mord oder Selbstmord? Rudolf Heß ist die unumstrittene Kultfigur alter und neuer Nazis weltweit.
Wer war dieser Mann wirklich? Welche Rolle spielte er im Nationalsozialismus? Und wie war sein Verhältnis zu Hitler? In einer neuen zweiteiligen Dokumentation stellt der Hessische Rundfunk den Legenden und Mythen neue Erkenntnisse gegenüber. Bis heute wird Rudolf Heß, der Stellvertreter Adolf Hitlers, als "guter Nazi" und "Friedensbote" verklärt. Aufgrund von bislang teils unveröffentlichten Dokumenten und Filmmaterial, Originalaufnahmen von Rudolf Heß, Zeitzeugeninterviews und eigener Recherche zeichnen die Autorinnen ein neues Bild. Aufstieg und Fall des Rudolf Heß - ein packendes Stück brisanter und politisch aktueller Zeitgeschichte.
Sendetermine
Do, 09.02.12, 21.00 Uhr
Fr, 10.02.12, 08.15 Uhr
Fr, 10.02.12, 19.15 Uhr
In "Der Fall des Rudolf Heß", dem zweiten Teil der Dokumentation hat sich Ulrike Bremer auf Spurensuche nach England begeben. Rund um Eaglesham, die Kleinstadt bei Glasgow, hat sie Augenzeugen getroffen, die sich noch an die Nacht erinnern, als dieser merkwürdige Deutsche mit dem Fallschirm landete. Im Gepäck hatte er "Friedensangebote", die er dem Herzog von Hamilton unterbreiten wollte. Noch heute rätseln die Söhne des Herzogs, warum Heß sich ausgerechnet an ihren Vater wenden wollte. Originalnotizen des "Friedensfliegers" Heß, die die Autorin in Londoner Archiven fand, belegen, dass es sich bei dem vermeintlichen Friedensangebot um eine wirklichkeitsfremde Aufforderung zur Kapitulation Englands handelte.
Das Urteil von Nürnberg
Über den Nürnberger Prozess berichtet Richard Sonnenfeldt, Chefdolmetscher der Amerikaner und über die anschließende Haft im Spandauer Kriegsverbrechergefängnis gibt Eugene Bird, amerikanischer Gefängnisdirektor von Spandau, Auskunft. Er berichtet von den Spleens und Wahnvorstellungen seines prominenten Häftlings, der, so Bird im Einklang mit der Familie Heß, am 17. August 1987 ermordet worden sei. Der Film setzt sich mit dieser Verschwörungstheorie auseinander und stellt eigene Vermutungen dazu an, was an diesem Tag passiert sein könnte.
