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Die Aktuelle Kamera
Nachrichten aus einem versunkenen Land
Der Film erzählt die Geschichte der Aktuellen Kamera von den Anfangsjahren bis zu ihrem Ende im Dezember 1990. Die Geschichte der "AK" begann Ende 1952 - als erste Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen. Im Laufe der Zeit wurde aus ihr das Sprachrohr der SED.

Erinnert sich an seine Zeit bei der "Aktuellen Kamera": Klaus Feldmann. (Quelle: MDR/ Dabdoub)
In den Tagen des Mauerfalls wollten sie plötzlich wieder alle sehen: die Aktuelle Kamera (kurz AK genannt). Nie zuvor waren die Nachrichten des DDR-Fernsehens so begehrt. Gezeigt wurde, was 37 Jahre lang tabu war - das, was die Menschen wirklich bewegte.
Die Sendung war wieder zum Sprachrohr der Bevölkerung geworden - und hatte aufgehört, das Sprachrohr der Partei zu sein. Denn im Laufe der Zeit war die AK zu einer "audiovisuellen Belehrungs-Halbestunde" der Partei mit Grußbotschaften, sozialistischen Bruderküssen und mit Kamerafahrten durch Spaliere jubelnder Massen. Im Laufe der Jahre entfernten sich die Fernsehmacher - genau wie das Politbüro - immer weiter von der Bevölkerung.
Sendetermin
Di, 03.01.12, 16.30 Uhr
Reporter und Redakteure der AK waren dabei eingezwängt in ein System aus Parteiherrschaft und Patronagewirtschaft. Die AK ist ein Beispiel dafür, wie es der SED-Führung gelang, die Medien nach ihren Vorstellungen zu dirigieren. Was aber als System stabilisierend gedacht war, richtete sich letztlich gegen die Glaubwürdigkeit der DDR und ihrer Medien.
