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Der Mann für alle Fälle

Ein Subunternehmer aus der Fleischbranche packt aus

Film von Michael Nieberg

Sendetermin:

Di. 17.04.18, 15.15 Uhr

Do. 24.05.18, 16.00 Uhr

Insiderbericht über Korruption und Menschenhandel in der Fleischindustrie am Beispiel der Westfleisch eG, Münster. Systematische Bereicherung von Vorständen der Schlachthöfe durch Werkverträge und Billigarbeiter.

Er ist seit mehr als 25 Jahren im Geschäft: Für die norddeutsche Fleischindustrie machte Herr D. als Subunternehmer jahrelang die Drecksarbeit, ging dafür sogar in Untersuchungshaft. Nun packt er erstmals aus, erzählt, wie das System der Werkverträge und osteuropäischen Subunternehmer in der Fleischbranche funktioniert - und wer wirklich daran verdient. Sein Hauptauftraggeber viele Jahre lang: Die Firma "Westfleisch" mit Sitz in Münster, drittgrößter Fleischverarbeiter Deutschlands. Für "Westfleisch" war er auf vielen Schlachthöfen in NRW tätig: Coesfeld, Münster, Hamm, Paderborn und Lübbecke. Zeitweise wurde jeder dritte Arbeiter am Band bei "Westfleisch" von ihm gestellt. Von "Westfleisch" bekam er schon vor über 20 Jahren Ideen, wie er ein ganzes Firmengeflecht mit Sub-Sub-Unternehmen aufbauen sollte, erzählt er im Interview. Dieses Firmengeflecht existierte bei "Westfleisch" bis 2014. Seitdem, so erklärt der Konzern, baut das Unternehmen "die Zahl der direkt bei der Unternehmensgruppe angestellten Mitarbeiter sukzessive weiter aus." "Die Story" gibt tiefe Einblicke in die Geschäfte der Fleischindustrie.

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