Inhalt
Der Kreis des Lebens (1/3)
Wie wir lernen
Annas Geschichte vom Säugling über das wissbegierige Kind, die Jugendliche, die zielstrebige Frau und die weise gewordene alte Dame. Was mit dem Körper in diesem Wandel geschieht, ist faszinierend.
Im Alter trifft Anna eine ungewöhnliche Entscheidung, aber schon früher hat das Schicksal ihr schnelle Entschlüsse abverlangt. Zum Beispiel in den 80er Jahren, als ihre kleine Firma in einer Krise steckte und die Banken keinen Kredit mehr gaben. Das Gehirn lernt nie aus - ein Leben lang. Die Formbarkeit des Gehirns ist wahrscheinlich größer, als man sich das je vorstellen konnte. Und es bleibt bis ins hohe Alter leistungsfähig. Seit einigen Jahren fallen alte Vorurteile über das Gehirn.
Sendetermin
Di, 10.11.09, 03.45 Uhr
So haben Forscher die Vorstellung von der strengen Trennung der beiden Gehirnhälften heute ebenso aufgegeben wie die Annahme, dass der Mensch immer nur 20 Prozent seines Gehirns nutzt, während der Rest brach liegt. Es gibt keinen Leerlauf. Das Gehirn ist eine ewige Baustelle, in der pausenlos Synapsen und Leitungen neu gebildet werden. Tests zeigen, dass nicht immer nur die Jungen beim Lernen und Entscheiden im Vorteil sind. Dass das Gehirn von der Evolution auf das Lernen programmiert ist, beweist sein internes Belohnungssystem: Lernen macht glücklich!
Eine Dokumentation von Tilman Wolf und Johanna Bayer
