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Abenteuer Ägypten - Mit Dietmar Ossenberg unterwegs (2/2)

Mumien, Metropolen und Minarette

Film von Dietmar Ossenberg

Faszinierendes Ägypten. Dichter, Denker, Abenteurer, Feldherren und Gelehrte erlagen dem Zauber des Landes. Dietmar Ossenberg, langjähriger Korrespondent in Kairo, hat sich auf die Suche gemacht nach dem Mythos des Landes.

Und er entdeckte ein Ägypten jenseits der ausgetretenen Touristenpfade, das seine Vergangenheit braucht, um eine Chance auf eine bessere Zukunft zu haben. Im zweiten Teil besucht er Bahariyya, Kairo und Alexandria.

Sendetermin

So, 05.06.11, 06.00 Uhr

Jahrhundertelang war Bahariyya im Westen Ägyptens eine Oase in der Weißen Wüste. Doch 1997 riss der Fehltritt eines Esels Bahariyya aus dem Dornröschenschlaf. Ein Wachposten war mit seinem Esel in ein Loch gefallen, das sich später als Eingang zu einer riesigen Nekropole herausstellte. Von Grabräubern ungestört ruhen dort tausende Mumien. Den zweiten Teil seiner Reisereportage beginnt Dietmar Ossenberg mit einem Besuch im Reich der Toten. Zusammen mit Archäologen steigt er hinab in die Unterwelt inmitten der Weißen Wüste.

Eine der nächsten Stationen ist Ägyptens Metropole Kairo. Heute ist aus der bescheidenen Siedlung der Fatimidenherrscher die größte Stadt des Schwarzen Kontinents geworden. 17 Millionen Menschen drängen sich hier - nur Mexico City ist größer. Viele strömen aus den kleinen Dörfern Oberägyptens in die Hauptstadt, um ihr Glück zu suchen. Doch nach Kairo zieht es nicht nur Ägypter. Neva ist Deutsche und lebt seit drei Jahren am Nil. Sie versucht hier ihr Glück als Bauchtänzerin, was nicht ganz einfach ist angesichts der großen Konkurrenz. Die Kostüme müssen gewagt sein, sonst ist es kein Bauchtanz. Aber es gibt eine feine Grenze zwischen den Männern im Publikum und der Tänzerin auf der Bühne, es ist wie ein kleiner Flirt, sagt Neva.

Der Islam wird in der Stadt der tausend Minarette immer stärker. Während des Fastenmonats Ramadan verändert Kairo täglich sein Gesicht. Tagsüber, in der quälenden Hitze, prägt die Lethargie das Stadtbild. Doch nach Sonnenuntergang erleuchten zahllose bunte Lampen die Ufer des Nils und das Leben kehrt zurück. Endpunkt der Reise ist die Hafenstadt Alexandria. Ihr Ruhm scheint verblasst. Einst gehörte die Stadt, die den Namen Alexander des Großen trägt, zusammen mit Cannes und Nizza zu den Hotspots des Mittelmeeres. Eine multikulturelle Gesellschaft aus aller Herren Länder bevölkerte die zahllosen Caféhäuser und Luxushotels. Noch immer träumt eine kleine Minderheit von den alten Tagen - und von neuem Glanz. Sie will aus Alexandria wieder Ägyptens Tor nach Europa machen.

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