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Wahre Christen oder böse Hetzer?

Spaltet die AfD die Kirchen?

Film vom Thomas Leif

Der Rechtspopulismus und die Kirchen

Der Konflikt zwischen christlichen Kirchen und der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) scheint unversöhnlich. Rassismus, Verunglimpfung von Religionsgemeinschaften, gar Hass gegenüber Flüchtlingen und Bedrohung kirchlicher Flüchtlingshelfer seien mit christlichen Werten nicht vereinbar, sagen Kirchenführer. Sie fordern dennoch den Dialog zwischen Christen und AfD-Anhängern. Denn unter den AfD-Sympathisant(inn)en und -wähler(inne)n sind aktive Christen, die zum Teil sogar kirchliche Ämter bekleiden. Die SWR Dokumentation „Wahre Christen oder böse Hetzer? Spaltet die AfD die Kirchen?“ am Donnerstag, 14. September 2017, ab 21 Uhr im SWR Fernsehen, geht auf Spurensuche. Sie wirft auch die Frage auf, ob ein Dialog mit Rechtspopulisten überhaupt möglich sein kann. Ein Film von Thomas Leif.

Vereinigung "ChrAfD" (Christen in der AfD)

Welches sind die Motive, Weltbilder und Positionen führender Akteure der Vereinigung „ChrAfD“ (Christen in der AfD)? Filmaufnahmen bei internen Treffen geben Einblick in das Milieu der Vereinigung. Bisher nicht veröffentlichte Analysen über die „konservativen, wahren Christen“, wie sie sich selbst nennen, und Aussagen interner AfD-Dokumente fügen sich zu einem Gesamtbild. Unter Berufung auf diese Quellen wird der tatsächliche Einfluss der „ChrAfD“ analysiert.

Sendetermine

Mo. 25.09.17, 02.15 Uhr

Mo. 16.10.17, 16.00 Uhr

Angemessener Umgang mit der AfD – eine gesellschaftspolitische Pionieraufgabe

Die christlichen Kirchen übernehmen mit ihrem Ringen um einen angemessenen Umgang mit der AfD eine gesellschaftspolitische Pionieraufgabe, stellvertretend für andere Organisationen. Verbände und Parteien scheuen meist – so das Ergebnis der Dokumentation – die Auseinandersetzung mit AfD-Funktionär(inn)en und -wähler(inne)n, da in ihren Reihen ein Sympathiepotential für rechtspopulistische Positionen besteht. Andreas Püttmann, Politikwissenschaftler und katholischer Publizist, geht von bis zu vier Millionen Kirchenmitgliedern aus, die mit der AfD sympathisieren. „Darunter auch 400.000 kirchennahe, also kirchliche Kernklientel“, so Püttmann in der Dokumentation. Der Stuttgarter Stadtdekan, Christian Hermes, distanziert sich klar: „Die AfD ist mit der freiheitlichen, demokratischen und parlamentarischen Ordnung unseres Landes nicht vereinbar.“ Protestanten und Katholiken müssten sich klar positionieren und feststellen, „dass Rassisten keinen Platz bei uns haben dürfen“. Im Gegenzug zu solchen Vorwürfen fordert Armin-Paul Hampel, AfD-Bundesvorstand, die christlichen Parteimitglieder zum Kirchenaustritt auf. Die Kirche vertrete die Werte des Christentums nicht mehr. Andere Spitzenfunktionäre der AfD werfen den Kirchen vor, sie machten Profit mit den Flüchtlingen und seien ein „Asylindustrieverband“.

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