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Wagnis in der Südsee

Das Rätsel der Polynesier

Film von Uta von Borries

Vor 3000 Jahren - lange, bevor die großen Entdecker aus dem alten Europa zu Forschungsreisen über die Meere aufbrachen - überwanden bereits Seefahrer auf der anderen Seite der Erde tausende von Meilen über die gewaltige Wasserwüste des Pazifischen Ozeans. Spätere Expeditionen der Europäer mussten dagegen wie Ausflüge erschienen sein.

Wagnis in der Südsee

Noch bevor Entdecker aus dem alten Europa die Meere bereisten, überwanden die Vorfahren der Polynesier Tausende von Meilen des Pazifik. Nun stach eine Crew mit den traditionellen Katamaranen in See.

Sie wagten sich weit vor in den Pazifischen Ozean - lange vor den Europäern hatten die Vorfahren der Polynesier eine spezielle und sehr effektive Schiffsbauweise entwickelt, mit der sie unbekannte Areale des Meeres besegeln konnten.

Woher kamen die Siedler?

Doch wie war es möglich, dass sie sich in der Unendlichkeit des Pazifiks zurechtfanden? Wie konnten Menschen, die weder Schrift noch Metalle kannten, weder Karten noch Kompass besaßen, zu solchen Unternehmungen aufbrechen und fernab gelegene Inseln entdecken?
Und woher kamen diese Siedler überhaupt: vom asiatischen Festland oder eher vom südamerikanischen Kontinent? Fragen, auf die Wissenschaftler und Archäologen aus aller Welt noch immer nach Antwort suchen.

Archaische Katamarane

Der norwegische Experimental-Archäologe Thor Heyerdahl tritt in den 1950er Jahren den Beweis dafür an, dass die Besiedlung des Pazifiks von Südamerika aus Richtung Westen erfolgt sein könnte.

Wagnis in der Südsee Eingeborene

Eingeborene aus Papua Neu Guinea, das kauen der Betelnuss macht die Zähnen Rot. (Quelle: phoenix/ZDF/Philipp Hympendahl)

Eine Vision wird Realität

Die Initiatorin Hanneke Boon hatte nach einer Operation die Vision, den Einwohnern der abgelegenen Pazifik-Inseln Tikopia und Anuta dazu zu verhelfen, ihre Segeltradition wieder aufleben zu lassen. Die Bootsbaukunst verlor sich im Zuge der Kolonialisierung. Die Insulaner sind von den selten verkehrenden Versorgungsschiffen abhängig. Später entstand die Idee, archaische Katamarane zu bauen und möglicherweise den Insulanern zu übergeben.

Der Segler und Autor Klaus Hympendahl stimmte enthusiastisch zu. Das deutsch-holländisch-englische Projekt Lapita Voyage war geboren. Der achtzigjährige James Wharram - Pionier des Katamaranbaus und Partner Hanneke Boons - wird als ein weiterer Initiator das Projekt mit vorantreiben.

Mehr als ein halbes Jahrhundert später macht sich eine Expedition von Südostasien aus auf die Reise. Die achtköpfige Crew der Lapita Voyage wagt sich Ende 2008 mit zwei traditionellen Katamaranen auf den Pazifik. Mit den polynesischen Nachbauten will sie beweisen, dass ein Urvolk vor 3000 Jahren auch gegen Wind und Strömung die Inselwelt erreichen konnte.

Sendetermin

Fr. 01.09.17, 06.45 Uhr

Wagemutige Völkerwanderung

Der deutsche Weltumsegler Klaus Hympendahl hat das Vorhaben lange geplant, überzeugt davon, dass die Polynesiern das mit Abstand größte Gebiet der Welt besiedelt haben.

Terra X begleitet die riskante Expedition und dokumentiert zugleich einen Wettlauf gegen die Zeit. Denn mit jeder Generation droht auch das Wissen um die navigatorischen Fähigkeiten der ersten Siedler verloren zu gehen.

7000-Kilometer-Kampf

Ein ungewöhnliches und mutiges Abenteuer - mehr als 7000 Kilometer muss die Crew bis zu ihrem Ziel zurücklegen und Hitze, Flauten, Stürmen und tropischen Krankheiten trotzen.
Es geht vorbei an den weitgehend unerforschten Küsten Papua-Neuguineas und den ehemaligen deutschen Kolonien im Bismarck-Archipel bis weit in den Pazifischen Ozean zu abgelegenen Südseeinseln.

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