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Verstrahlt in alle Ewigkeit

Endlager verzweifelt gesucht

Film von Thomas Hies und Judith Schneider

Spätestens 2022 geht das letzte deutsche Kernkraftwerk vom Netz – bis dahin werden rund 10.500 Tonnen hoch radioaktiver Atommüll entstanden sein. Doch ein Endlager ist noch immer nicht gefunden.

Eine umstrittene Premiere: Hoch radioaktiver Atommüll wurde auf einem deutschen Fluss transportiert. Auf dem Neckar finden in den nächsten anderthalb Jahren fünf Castor-Transporte statt – vom stillgelegten AKW Obrigheim zum Zwischenlager Neckarwestheim mit mehr als 300 Brennelementen. Das ruft auch Atomkraftgegner auf den Plan, die Mahnwachen und Demonstrationen entlang der Castor-Strecke abhalten. Doch inzwischen sind die Gegner innerlich geradezu zerrissen. Wogegen soll sich ihr Protest jetzt richten? Denn der Atommüll lässt sich nicht "weg demonstrieren". Der hoch radioaktive Abfall aus mehr als 50 Jahren ziviler Nutzung Kernenergie in Deutschland wird noch viele Generationen beschäftigen.

Sendetermin

Mi. 04.10.17, 18.00 Uhr

Do. 05.10.17, 17.00 Uhr

Die Suche nach einem Endlager wird immer dringlicher, denn die gegenwärtige oberirdische Zwischenlagerung birgt zahlreiche Risiken. Die neue Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) soll einen Endlager-Standort finden. Eine Mammut-Aufgabe, denn die Anforderungen an ein unterirdisches Endlager sind hoch: gewappnet gegen Naturkatastrophen, Klimawandel, Terroranschläge und vor allem sicher für eine Million Jahre, selbst wenn die Castorbehälter irgendwann zerfallen sind. Kann es einen solchen Ort in Deutschland überhaupt geben?

In Schweden ist man in Sachen atomares Endlager schon ein gutes Stück weiter. Dort gab es sogar einen Wettstreit darum, wer das Atommüll-Problem lösen darf. Die Gemeinde Östhammar, zwei Stunden nördlich von Stockholm, soll den gesamten Atommüll Schwedens bekommen. Aus deutscher Sicht erstaunlich: Die Bevölkerung von Östhammar kann den Baubeginn kaum erwarten. Die "planet e."-Autoren Thomas Hies und Judith Schneider zeigen, was dahintersteckt.

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