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Tödliche Grenze

Der Schütze und sein Opfer

Film von Volker Schmidt-Sondermann

Im Dezember 1979 endet die Flucht von zwei fünfzehnjährigen Schülern aus der DDR an der innerdeutschen Grenze bei Sorge im Harz tragisch.

Heiko Runge stirbt durch einen Schuss in den Rücken, Uwe Fleischhauer wird festgenommen. Er, der überlebte, hat sich nun dazu durchgerungen, zum ersten Mal vor einer Kamera über das damals Geschehene zu sprechen.

Auch ehemalige Grenzsoldaten brechen in dem Film zum ersten Mal ihr Schweigen. Die Stasi vertuschte den Zwischenfall damals, um einen öffentlichen Skandal, der das internationale Ansehen der DDR weiter beschädigen könnte, zu verhindern. Ein umfassender Maßnahmenplan wurde ausgearbeitet, Urkunden gefälscht, Akten manipuliert und Zeugenaussagen frisiert.

Sendetermine

Do. 04.01.17, 23.45 Uhr

Fr. 05.01.18, 05.45 Uhr

Fr. 05.01.18, 15.45 Uhr

Auch die Mutter des erschossenen Jungen wurde eingeschüchtert und die Beerdigung ihres Sohnes Heiko musste geheim gehalten werden. Bis zum Ende der DDR kamen mindestens 13 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bei Fluchtversuchen an der innerdeutschen Grenze ums Leben. Heiko Runges Geschichte steht exemplarisch für diese Fälle. Doch auch diese Frage stellt sich: Wie war es möglich, dass aus unbescholtenen jungen DDR-Bürgern, die ihren Grundwehrdienst an der Grenze verrichteten, Todesschützen wurden?

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