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Mexikos zapotekisches Erbe

Unterwegs auf der Mezcal-Route

Film von Peter Sonnenberg

„Sombreros und Tacos“ dürfte bei der Frage nach typisch Mexikanischem am häufigsten genannt werden. Danach kommen vielleicht die Pyramiden der Maya, aber spätestens dann der Tequila. Und hier beginnt schon einer der großen Irrtümer über Mexiko. Zwar lange nicht so bekannt wie der Bruder aus der blauen Agave ist der Mezcal der traditionsreichere, originalere oder einfach: der mexikanischere Agavenschnaps. Und jetzt, gut 500 Jahre nachdem Bauern in den Bergen von Oaxaca den Mezcal erfunden haben, entdecken die Mexikaner das lange Zeit verschmähte und unterschätzte Getränk neu.

Von der Hauptstadt bis nach Deutschland erlebt Mezcal einen ungeheuren Boom. Der Aperitif mit bis zu 60 Prozent Alkohol hat einen ganz besonderen, rauchigen Geschmack und unterscheidet sich markant vom milderen und fruchtigeren Tequila. Um hinter das Geheimnis des Mezcal zu kommen, ist das Team des ARD-Studios Mexiko von Mexiko-Stadt in den Süden des Landes nach Oaxaca gefahren. Dort produzieren rund 20.000 Familien Mezcal noch immer genau so, wie ihre Vorfahren es seit Jahrhunderten getan haben.

Sendetermin

Sa. 23.12.17, 22.30 Uhr

Di. 09.01.18. 04.30 Uhr

Do. 25.01.18, 03.00 Uhr

So. 28.01.18, 06.00 Uhr

Korrespondent Peter Sonnenberg zeigt die Schönheit des Bundesstaates Oaxaca und seine Menschen, die zu den ärmsten ganz Mexikos gehören. Er konnte bei sechs verschiedenen Mezcaleros den gesamten Produktionsablauf beobachten. Zehnjährige Agaven werden gefällt und in Erdöfen tagelang gekocht, bevor die zuckerhaltigen Fasern gären und schließlich zwei bis drei Mal destilliert werden. Nur selten kommt tatsächlich ein Wurm oder anderes Getier in die Flaschen. Ein Besuch bei den Erfindern dieses Verkaufsgags bringt Licht auch in dieses Geheimnis. Zum Mezcal bevorzugen die Mexikaner spezielle Gerichte: mit Ameiseneiern oder gebratenen Grashüpfern.

Von der Ungezieferjagd zu früher Stunde bis zum Verzehr derselben hat das ARD-Team alles ausprobiert. Aber auch exotische Kirchen besichtigt und dem bekanntesten Künstler der Barro-Negro-Keramik über die Schulter geschaut. Und natürlich den Ursprungsort der zapotekischen Kultur in Oaxaca, Yagul, besucht. Wandmalereien in diesen Höhlen zeigen, dass die nomadisierenden Zapoteken hier sesshaft wurden, weil der Boden, auf dem die Agaven wachsen, so fruchtbar ist.

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