Inhalt

Mein Ausland: Die Schweiz

Mittendrin und doch für sich

Film von Tilmann Bünz

Die Schweiz liegt mitten in Europa, aber doch sehr für sich. Neues wird lange geprüft. Das Frauenwahlrecht kam spät und die Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen erst 2002. Über alles wird abgestimmt – von den Manager-Gehältern bis zu den Minaretten. Fremde sind willkommen, wenn sie denn nicht zu lange bleiben und genügend Geld mitbringen. Schweizer werden ist nicht leicht und kann Jahrzehnte dauern. Weiterer Zuzug ist unerwünscht.

ARD-Reporter Tilmann Bünz erkundet das Land zwischen den Bergen, das so gerne zu Europa gehören möchte, aber bitte ohne die Nachteile. Der Film nimmt uns mit auf eine Schweizer Alm, wo die Kühe noch Vornamen tragen, und in einen Schwyzerdütsch-Kurs in Zürich, wo Deutsche lernen, Fettnäpfchen zu vermeiden. Wir treffen zwei mutige Baslerinnen beim Bad im Rhein und steigen auf den Zauberberg oberhalb von Davos, wo die Langsamkeit neu entdeckt wird. Wir treffen einen Deutschen, der es nach zehn Jahren nicht mehr in der Schweiz ausgehalten hat. Die Reise geht auf den Marktplatz von Appenzell, wo einmal im Jahr alle Beschlüsse unter freiem Himmel gefasst werden, und in ein Forschungslabor am Genfer See, wo die intergalaktische Müllabfuhr entwickelt wird.

Sendetermine

Fr. 30.03.18, 07.30 Uhr

Schweizer sind den Deutschen nahe. Seit 300.000 Deutsche zugewandert sind, sind wir ihnen etwas zu nahe. Deutsche gelten als forsch und übereifrig. Umso spannender ist es, den Verstimmungen auf beiden Seiten auf den Grund zu gehen. Tilmann Bünz zeichnet das Psychogramm eines Landes zwischen Heimatliebe und Überfremdungsangst, zwischen Enge und Weltoffenheit.

Seite Drucken nach oben

Fußzeile


 
Top | Zurück