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London 1605 - Die katholische Bombe
Terroranschlag in London: Vor 400 Jahren, am 5. November 1605, plante eine Gruppe fanatischer Katholiken das Parlament, den König und den gesamten Hofstaat mit einer riesigen Ladung Schießpulver in die Luft zu jagen. Wer steckte dahinter, welche Motive hatten die am Komplott Beteiligten? In welchem historischen Zusammenhang stand diese radikale Tat?
Die Schriftstellerin Alice Hogge rekonstruiert in dieser BBC-Dokumentation mit Hilfe weiterer Experten die Hintergründe und die historischen, politischen und logistischen Details der so genannten Pulververschwörung und ihres Scheiterns.
Sendetermin
Fr, 29.06.12, 04.10 Uhr
Seit 400 Jahren feiern die Londoner am 5. November jedes Jahres, am Guy-Fawkes-Tag, mit Freudenfeuern und Fackelzügen das Misslingen eines gewaltigen Terroranschlags. Wäre er gelungen, hätte er die Monarchie in ihren Grundfesten erschüttert, viele Menschenleben gekostet und eine Institution zerstört, auf die die Briten besonders stolz sind, das Parlament in Westminster.
Guy Fawkes wurde in der Nacht zum 5. November 1605 mit der enormen Menge von 36 Fässern Schießpulver ertappt, die er im Keller unter dem Saal des Oberhauses deponiert hatte. Aber nicht er alleine hatte diese Schreckenstat geplant. Er gehörte vielmehr zu einer Gruppe von Verschwörern, die schon über ein Jahr geheime Vorbereitungen getroffen hatten, um den streng protestantischen König Jakob I. und dessen wichtigste politische und religiöse Würdenträger zu beseitigen, einen katholischen Umsturz auszulösen und die Monarchie wieder in katholische Hände zu legen.
