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Kindersklaven
Getarnt als interessierte Käufer und ausgestattet mit versteckten Kameras dringen die Filmemacher in dieses System der Kindersklaverei ein und spüren Kinder, Schlepper, Firmenchefs auf - gemeinsam mit denen, die die Kinder befreien wollen.

Der zehnjährige Samajit (re) arbeitet zusammen mit seinem Vater und seinen sechs Geschwistern im Steinbruch. (Quelle: WDR)
Der kleine Junge heißt Sumit und produziert im indischen Neu Delhi Souvenirs, die dann in Deutschland verkauft werden. Das Geschäft mit Kindersklaven läuft erstklassig. Ein verwirrendes Netz aus Zwischen- und Unterhändlern macht es oft schwierig nachzuweisen, wo die von Kindern produzierten Waren letztendlich landen. Doch jetzt gelingt der Nachweis bei verschiedenen Produkten, z.B. bei indischen Pflastersteinen. Sie sind mittlerweile der Renner bei den deutschen Steinhändlern - und kosten nur rund die Hälfte von einem deutschen Stein. Nur solche billigen Steine haben bei öffentlichen Ausschreibungen inzwischen überhaupt eine Chance. Viele deutsche Firmen behaupten, ihre Steine seien "kinderarbeitsfrei". Doch gerade Pflastersteine werden von Kindern geschlagen.
Sendetermin
So, 11.10.09, 15.45 Uhr
Also wird getrickst: Ein deutscher Steinhändler wirbt zum Beispiel mit einem UNESCO-Zertifikat, das angeblich kinderarbeitsfreie Ware garantiert. Wieder als Großhändler aus Deutschland getarnt, findet das Reporterteam jedoch genau in den Steinbrüchen dieser Firma Kinder, die dort Pflastersteine schlagen. Und das UNESCO-Zertifikat, so stellt sich heraus, wurde nie von der UNESCO ausgestellt. Die Autoren fahren zu der deutschen Firma und konfrontieren die Chefs mit ihren Bildern.
Dokumentation von Rebecca Gudisch und Tilo Gummel (2008)
