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Kambodscha

Die Kinder der Killing Fields

Film von Petra Schulz

Von 1975 bis 1979 errichteten Pol Pot und seine Roten Khmer in Kambodscha ein Terror-Regime. Im Zuge dieser Schreckensherrschaft wurden mehr als zwei Millionen Menschen ermordet, vor allem die geistige Elite des Landes. Bis heute leidet das Land unter den Folgen dieser schrecklichen Vergangenheit.
Die Menschen sind traumatisiert, fast jeder Kambodschaner hat mindestens einen Verwandten verloren. Dreißig Jahre danach, zerstören nicht mehr die Gewalttaten der Roten Khmer die Familien, sondern Armut und Aids. Phnom Penh ist voller Kinder, die betteln und arbeiten, stehlen und sich prostituieren.

Sendetermin

So, 01.08.10, 08.30 Uhr

Kinderarbeit verboten und doch alltäglich

Für vier Kilo Dosen und Plastikabfälle bekommen die kleinen Müllsammler 1.000 Rial, knapp dreißig Cent.
Kambodscha ist eines der ärmsten Länder der Erde und hat die Folgen des Terror-Regimes längst nicht überwunden. In fast jeder Familie fehlt ein Ernährer, wurde ein Vater, Bruder oder Sohn ermordet oder verstümmelt. Auch die Kinder müssen mit zum Lebensunterhalt beitragen. Auf Baustellen und in Backsteinbrennereien schuften sie wie Erwachsene, aber für viel weniger Lohn. Die meisten gehen Müll sammeln. Überall in der Stadt sieht man die Müllkinder mit ihren weißen Plastiksäcken.

Bildung statt Armut

Ein intaktes Zuhause, eine gute Ausbildung und die bestmögliche medizinische Versorgung sind gute Voraussetzungen für eine glückliche Kindheit.
Kambodscha ist das Land mit der höchsten HIV-Infektionsrate in ganz Asien. Vor allem die Elterngeneration, die zum Aufbau des Landes beitragen könnte, ist betroffen. Aber auch die Kinder sind mit dem Virus infiziert. In vielen Familien reicht das Geld gerade zum Überleben. Um armen und HIV-infizierten Kindern einen Weg aus dem Elend zu bieten, gehen der Don Bosco Children Fund und die Mary Knoll Mission einen ungewöhnlichen Weg. Sie zahlen den Eltern für jedes Kind, das nicht arbeitet, sondern die Schule besucht, den Verdienstausfall. Sie betreuen HIV-infizierte Kinder und Aidswaisen vom Kindergarten bis zur Hochschulreife. Unterstützt werden sie dabei vom deutschen Kindermissionswerk "Die Sternsinger".

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