Inhalt

Iraqi Odyssey

Meine Familie aus Bagdad

Film von Samir

Bomben, wütende Kriegserklärungen bärtiger Männer, verschleierte schluchzende Frauen, kaputte Städte: der Irak von heute. Dagegen stehen Bilder der fünfziger und sechziger Jahre. Filme mit frivoler Musik, westlich gekleidete Frauen, die studieren, elegant gekleidete Männer in Bagdad, einer modernen Stadt. Wie konnte es soweit kommen? In seinem Dokumentarfilm "IRAQI ODYSSEY – Meine Familie aus Bagdad" geht Regisseur Samir genau dieser Frage nach. Seine Familie, heute auf fast allen Kontinenten der Welt verstreut, hat die Revolutionen, die Proteste und die fatalen Machtwechsel miterlebt. Der Film erzählt ihre Geschichte und die des Irak. Gespickt mit historischen Fakten ergibt sich ein umfassendes Bild eines Landes, das mehr ist als seine Konflikte.

Sendetermine

Sa. 25.11.17, 22.30 Uhr

Fr. 01.12.17, 03.00 Uhr

Der Irak der 50er und 60er Jahre – Ein Traum von Moderne

Die persönlichen Erinnerungen von Samirs Familie zeichnen die Geschichte des Irak mit seinen Höhen und Tiefen nach. Viele der Familienmitglieder erlebten die Blütezeit der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre, wie auch Samirs Tante Samira Jamal Aldin, die als Frau noch studieren durfte. Überall war moderne arabische Musik zu hören. Die Kinos zeigten amerikanische, indische und arabische Filme.

Diktatur, Vertreibung und Diaspora

Trotz Demonstrationen und Kritik an der kolonialen Tradition des Westens dominierte ein ausgeprägter Glaube an den Fortschritt und die Teilhabe an der modernen Welt. Fünfzig Jahre später ist davon nichts mehr geblieben. Heute lebt jeder fünfte Iraker in der Diaspora. Samirs Dokumentarfilm schildert den Traum der Iraker von der Moderne, gesellschaftlichem Fortschritt und dem Wunsch nach Freiheit.

Soziale Netzwerke als letzte Verbindung zum Heimatland

Der Regisseur über seinen Film: „Wir gehören zu den vier Millionen Iraker, die nicht mehr in ihrem Land leben. Nur noch ein paar wenige Tanten älteren Semesters und ein paar Cousinen sind im Irak geblieben. Dank ihnen wissen wir heute durch die moderne Informationstechnologie mehr über die Vorgänge im Irak. Manchmal sogar mehr, als wir es uns wünschen.“

Seite Drucken nach oben

Fußzeile


 
Top | Zurück