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Geheimnisvolle Orte

Am Wannsee

Film von Karin Reiss

Ein Ort zwischen Idylle und Schrecken, an dem man die Zerrissenheit, die Ängste, aber auch die Freuden des 20. Jahrhunderts spüren kann.
Eine idyllische Gegend und eine Gegend mit viel Geschichte.

Auf der einen Seite das quirlige Strandbad, auf der anderen die Villen der gediegenen Berliner Gesellschaft. In den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nisteten sich Nazis in zahlreiche Villen ein. Die Besitzer mussten fliehen, weil sie jüdischer Herkunft waren. Aus der einstigen "Colonie Alsen", dem Sommersitz reicher Großbürger, wurde ein bedeutender Standort des Sicherheitsdienst der SS. Im herrschaftlichen Landhaus Oppenheim wurde ein geheimes Institut eingerichtet, um die Ausbeutung Osteuropas vorzubereiten. Im "Haus der Wannseekonferenz" koordinierten die Nationalsozialisten die Vernichtung der europäischen Juden. Derweil jüdische Kinder und Jugendliche unter Bewachung der SS die Gärten der Umgebung pflegten.

Sendetermin

Sa. 27.01.18, 20.15 Uhr

So. 28.01.18, 03.45 Uhr

So. 28.01.18, 06.45 Uhr

So. 28.01.18, 18.30 Uhr

Nur ein paar hundert Meter weiter liegt ein Hochbunker, von dem aus im Zweiten Weltkrieg die Berliner Luftverteidigung koordiniert wurde. Nach dem Krieg wurde er als "Notfallkrankenhaus" umgebaut. Bis zu 600 Menschen sollten hier einen Atomangriff überleben können. In den Nachkriegsjahren entdeckten amerikanische Soldaten die Vorzüge des Wannsees und verliebten sich in deutsche Fräuleins. Ursula Buchwitz Wiebach, die Enkelin des legendären Droschkenkutschers "Eiserner Gustav", erzählt von einer solchen „unmöglichen Liebesgeschichte“.

Peter Zander, der schöne Kindertage im exklusiven "Seglerhaus" erlebte, erinnert sich an die Ausgrenzung seiner Familie und den schweren Gang ins Exil. Und Peter Rieck berichtet, wie 1948 Luftbrücken Flugzeuge hier "wasserten".

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