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Expedition in die Südsee

Georg Forster

Frank Vorpahl, Tom Ockers

Er ist einer der größten deutschen Entdecker - sein Name ist fast unbekannt: Im Jahre 1772 erhält Georg Forster zufällig die Möglichkeit, James Cook auf einer Weltumseglung zu begleiten.

Dabei wird Georg Forster über 400 unbekannte Pflanzen- und Tierarten entdecken. Als einer der ersten Ethnologen hinterlässt der junge Deutsche nicht nur zahlreiche Naturforschungen, sondern er zeichnet sich vor allem durch seine Persönlichkeit aus.

Georg Forster ist ein ungewöhnlicher Zeitgenosse des 18. Jahrhunderts. Anders als die meisten glaubt er nicht an die naturgegebene Überlegenheit der weißen Europäer. Die Menschen der Südsee sind für ihn nicht weniger wert als seinesgleichen in Europa. Vorurteile kennt Forster nicht, dafür aber eine kritische Haltung gegenüber all denen, die ihre Völker beherrschen.

Sendetermine

Fr. 21.07.17, 14.15 Uhr

Fr. 01.09.17, 06.00 Uhr

Sa. 02.12.17, 05.00 Uhr

Ob Adlige in Europa, die zusehen, wie ihre Untergebenen verhungern, oder Priester in der Südsee, die sich von ihren Stammesangehörigen füttern lassen, Georg Forster lehnt sie alle ab. Kaum verwunderlich, dass er mit seiner für die damalige Zeit radikalen Einstellung immer wieder in Konflikte hineingerät - auch mit dem herrischen Kapitän James Cook.

Nach seiner Rückkehr unterstützt Georg Forster die Französische Revolution. Da seine Weltreise ihn in seinem Glauben gestärkt hat, dass niemand das Recht habe, sein Volk auszubeuten, will er aktiv an der Vertreibung der Fürsten und Adligen von der Macht teilnehmen.

In Deutschland wird er deshalb als Vaterlandsverräter gebrandmarkt und muss die letzten Jahre seines Lebens im Exil in Paris verbringen, wo er 1794 knapp 40-jährig stirbt. Deshalb geraten seine Schriften in Deutschland über 200 Jahre in Vergessenheit.

"Terra X" begleitet Robert Atzorn auf seiner anstrengenden Spurensuche rund um die Welt. Der Schauspieler entdeckt dabei einen jungen Mann, dessen Weltbild heute noch äußerst modern erscheint.

Aufwändige szenische Rekonstruktionen lassen darüber hinaus die schicksalhaften Ereignisse der langen Seereise lebendig werden. Dabei entsteht das Porträt eines großen Naturforschers, dessen Erkenntnisse und Hinterlassenschaften heute wieder prägend für eine ganze Wissenschaft sind.

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