Inhalt
Die Rückkehr der Büffel
Endlose Weiten - fehlgeschlagene Politik
Endlos erstrecken sich die Ebenen des Mittleren Westens der USA von Nord-Dakota an der kanadischen Grenze bis nach Texas an der Grenze zu Mexiko. In den Great Plains finden sich an vielen Orten die Spuren vergeblicher Versuche, das riesige Land dauerhaft zu besiedeln und wirtschaftlich nutzbar zu machen. Die "Helden der Plains", einfache Farmer und Rancher, begleiten die Reise durch die Staaten South Dakota, Nebraska, Montana und Kansas und zeigen einen neuen, etwas anderen amerikanischen Traum.

Lebanon, an der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Nebraska und Kansas, rühmte sich früher, der geografische Mittelpunkt der USA zu sein. (Quelle: PHOENIX/ ZDF/ ARTE/ Wolf Truchsess)
Nach 150 Jahren fehlgeschlagener Entwicklungspolitik prägen verwaiste Landstriche und Geisterstädte das Bild. Diese Entwicklung ist das Resultat einer Siedlungs- und Agrarpolitik, die grundlegende ökologische Zusammenhänge missachtet hat und die mit der Vernichtung der Büffel auch die Ureinwohner treffen wollte, um Platz für weiße Siedler zu schaffen. Von einstmals etwa 50 Millionen Büffeln blieben Ende des 19. Jahrhunderts nur 800 übrig. Doch heute gibt es wieder Hoffnung, dass die Great Plains zu neuem Leben erwachen.
Die radikale Vision der Wissenschaftler Frank und Deborah Popper aus New Jersey löste eine Diskussion über die wirtschaftliche Rettung der Great Plains aus.
Sendetermin
Di, 24.07.12, 09.45 Uhr
Buffalo Commons
Der Landnutzungsplaner und die Geografin schlagen vor, riesige Flächen in öffentlichen Besitz zu bringen. Das Projekt "Buffalo Commons" ist der für die USA unerhörte Versuch, Demografie und Geschichte des amerikanischen Westens zurückzudrehen zum Status Quo der Zeit vor dem massenhaften Einströmen weißer Siedler. Büffelherden sollen wieder zu Hunderttausenden über die weiten Ebenen ziehen. Der Plan sieht vor, dass neben dem zu erwartenden Tourismus das Fleisch der wilden Büffel den Menschen dieser Region wieder eine sichere Zukunft bringt.
Während viele anfangs diesem Plan sehr skeptisch gegenüber standen, machen sich heute immer mehr Menschen daran, das Projekt umzusetzen. Politiker und Indianer, aber auch Farmer und Rancher haben das gewaltige Potenzial erkannt und erste Schritte zur Umsetzung unternommen.
