Inhalt

Der römische Limes

Grenzwall gegen die Germanenflut

Film von Elli Gabriele Kriesch

Es ist das größte archäologische Bodendenkmal Europas und wurde 2005 zum Weltkulturerbe erklärt: der obergermanisch-rätische Limes.

Die Demarkationslinie des römischen Weltreichs entstand im 2. Jahrhundert n. Chr. zwischen Rhein und Donau. Mit den Methoden der Geophysik und Luftbildarchäologie untersucht der Film Verlauf und Bauweise des Verteidigungssystems.

Geniale Vermessungsingenieure schufen eine Barriere, die häufig schnurgerade über Berge und durch Täler verlief. Mit einem enormen finanziellen Aufwand und dem Einsatz zahlloser Legionäre wurde eine der frühesten Staatsgrenzen errichtet.

Sendetermine

Mi, 03.04.13, 14.45 Uhr

Do, 04.04.13, 07.30 Uhr

Was sich von der Gegend von Koblenz über 550 Kilometer bis Eining westlich von Regensburg erstreckte, war kein Wehrbau im eigentlichen Sinne. Es war Nachschublinie, Kommunikationsstrang und Drohkulisse, die die germanischen Nachbarn abschrecken sollte. Schon allein seine Bauweise aus Stein mit roten Fugen muss die Barbaren beeindruckt haben, die nur die Holzarchitektur kannten.

Der Grenzwall mit seinen rund 900 Wachtürmen war eingebunden in ein System von befestigten Straßen, Militärlagern und Städten. Hier kamen die Germanen in direkten Kontakt mit der Welt der Antike, tauschten Honig, Pelze und blondes Frauenhaar gegen Luxusartikel. Noch heute markiert der Limes Flur- und Verwaltungsgrenzen und hat so bis in unsere Tage die Landschaft geprägt.

Computeranimationen zeigen die römische Militärarchitektur, Ausgrabungen geben Auskunft über Lebens- und Essgewohnheiten der Legionäre. Neben karger Soldatenkost standen auch exotische Delikatessen auf dem Speiseplan. Verschiedene Experimente belegen die Schlagkraft von Katapulten, lassen die Strapazen langer Märsche ahnen. So demonstriert der Nachbau eines Ruderschiffes in Regensburg die Rolle der römischen Flotte auf der Donau.

Seite Drucken nach oben

Fußzeile


 
Top | Zurück