Inhalt
Das geraubte Gold Jahwes
Fahndung nach Jerusalems Goldschatz
Der Film erzählt die aufregende Geschichte vom Gold Jahwes - eine Geschichte zwischen Legenden und historischen Fakten, zwischen Jerusalem, Rom und Mekka.
Eine spannende Reise durch Jahrhunderte, Kontinente und Kulturen - zu berühmten Schauplätzen der drei großen monotheistischen Weltreligionen. Opulente Dokumentaraufnahmen und Inszenierungen illustrieren die dramatischen Geschehnisse, von denen die Quellen berichten.

Spielszene: Der geraubte Schatz wird im Triumphzug durch Rom getragen (Quelle: PHOENIX/ZDF/IFAG)
Endzeitstimmung im Heiligen Land: Im Jahr 70 nach Christus eroberte die Armee des römischen Feldherrn Titus Jerusalem. Die Truppen plünderten den Tempel des Herodes - das Haus Jahwes - und zerstörten das zentrale Heiligtum der Juden bis auf die Grundmauern. Wenig später ließ der siegreiche Heerführer die Schlüsselszene in seinen Triumphbogen in Rom einmeißeln: Legionäre tragen die goldene Menora, den siebenarmigen Leuchter, als Kriegstrophäe durch die Straßen der Ewigen Stadt. Ebenso den so genannten "Schaubrottisch", der im jüdischen Kult eine wichtige Rolle spielte.
Sendetermin
Mi, 25.12.12, 21.00 Uhr
Im Tempel der Friedensgöttin nahe dem Forum Romanum stellten die Römer die geraubten Objekte anschließend auf. Die exotischen Schätze erregten beim Publikum ungeheures Aufsehen, stellten sie doch einen enormen Wert dar. So überliefert es der Schriftsteller Flavius Josephus, ein Jude in römischen Diensten und Augenzeuge der Katastrophe von Jerusalem.

Die Menora, ein siebenarmiger Leuchter, der zu den häufigsten Bildmotiven in der jüdischen Kunst zählt. Die Menora stand im zweiten Tempel von Jerusalem. Bei der Zerstörung des Tempels 70 n. Chr. ließ Feldherr Titus die goldene Menora nach Rom bringen und 81 n. Chr. auch auf seinem Triumphbogen darstellen. (Quelle: ARTE)
Wohin verschwanden die kostbaren Beutestücke später? Überdauerten sie die Stürme der Jahrhunderte an einem geheimen Ort? Immer wieder versuchen Glücksritter, aber auch Historiker und Archäologen, den zahlreichen antiken Hinweisen zu folgen und die verschollenen Heiligtümer aufzuspüren.
Eine Spurensuche
Die abenteuerliche Fahndung nach Jerusalems Tempelschatz führt durch ganz Europa und den Mittelmeerraum. Die Menora lässt sich nach der Eroberung Roms durch die Vandalen über Karthago in Nordafrika bis nach Konstantinopel am Bosporus verfolgen. Dort verliert sich ihre Spur. Der Schaubrottisch hingegen erlebt eine andere Odyssee: Die Westgoten sollen ihn bei ihrem Überfall auf die Ewige Stadt mitgenommen und über Südfrankreich nach Spanien verschleppt haben.
Selbst ein französischer Landpfarrer scheint in das mysteriöse Verschwinden des goldenen Tisches verwickelt zu sein. Entdeckte der Geistliche eine verschlüsselte Karte, die auf das Versteck hinweist? Oder entrissen die Araber im 8. Jahrhundert auf ihrem Kriegszug durch Spanien das Prunkstück den Schatzkammern des Westgotenkönigs? Schafften sie das kostbare Kultobjekt nach Damaskus und von dort nach Mekka? Landete der eingeschmolzene Tisch bei den Erben Mohammeds - als Schmuck des zentralen Heiligtum der Moslems, der Kaaba in Mekka, wie arabische Chronisten schildern?
