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Feuer aus dem Eis
Erdgas in Sibirien

Gaspipeline in Sibirien (Quelle: dpa)
Deutschland bezieht aus Russland gegenwärtig etwa ein Drittel seines Verbrauchs an Erdgas. Ein Kamerateam hat sich vor Ort in der Erdgas-Provinz bei Novy Urengoi umgesehen.
Die "Gazowiki", die Beschäftigten der Erdgas-Industrie in Russland, haben einen besonderen Status und sind gut bezahlt. Dies ist wohl nötig bei den langen, kalten Wintern am Polarkreis. Und die Ureinwohner, die Nomaden Westsibiriens? Sie sind dabei, sich mit Gazprom zu arrangieren, wenn sie auch um ihre Zukunft fürchten. Die Erdgasflamme ist das Symbol von Novy Urengoi. Die Stadt liegt etwa 50 Kilometer südlich des Polarkreises. Die Gas-Industrie beschäftigt Menschen aus der gesamten ehemaligen Sowjetunion, etwa 40 Nationalitäten: Russen und Tschetschenen, Armenier und Ukrainer.
Sendetermine
Do, 28.08.08, 10.00 Uhr
Die Entwicklung zur Großstadt begann um 1960. Am Rande der Großstadt - noch immer die Siedlung der Anfangsjahre. Vorher hatten in der Gegend nur einige Fischer gehaust, später auch Geologen. Die Holzhäuser sind dem Verfall preisgegeben, für den Abriss bestimmt. Aber manche wollen offensichtlich nicht ausziehen. Der Industrie-Boom hat keine schöne Stadt geschaffen, aber gut bezahlte Arbeitsplätze durch Gazprom, dem weltgrößten Produzenten von Erdgas.
Dokumentation von Reinhold Grube (2006)

