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Melilla - Europas Festung in Afrika

Melilla - seit den tödlichen Schüssen an der Grenze zwischen der EU und Afrika ist die spanische Stadt in Marokko in die Schlagzeilen geraten.

Am Brennpunkt eines einzigen Ortes wird deutlich, was passiert, wenn "Erste" und "Dritte" Welt aufeinander treffen. Für tausende afrikanische Flüchtlinge ist Melilla das Tor nach Europa und zu einem besseren Leben - doch kaum einer schafft es hinein. Der Film zeigt das Leben in der spanischen Exklave, die Probleme ihrer Bewohner sowie die Hoffnungen und Schicksale der Flüchtlinge.

Ein bis zu acht Meter hoher Grenzzaun umgibt Melilla. Von Wachtürmen aus beobachten Beamte den Grenzstreifen, ferngesteuerte Kameras suchen das Gebiet ab, mit Nachtsichtgeräten ist selbst bei Dunkelheit jeder Fluchtversuch zu sehen. Eine Hightech-Grenze, die für die Flüchtlinge kaum zu überwinden ist. Dennoch versuchen sie es immer wieder.

Sendetermin

Mi, 16.09.09, 06.00 Uhr

Der Film wurde von dem Filmemacher Driss Deiback gedreht. Deiback lebt in Berlin, wuchs aber in Melilla auf. Er kennt die Protagonisten seines Films seit langem und war so in der Lage, bei den Dreharbeiten eine große Nähe zu ihnen herzustellen. Darunter ist Miguel Hernandez, ein Spanier, dessen Haus durch die Grenzziehung von Melilla abgetrennt wurde. Miguel pendelt nun jeden Tag zwischen Europa und Afrika. Darüber hinaus beobachtet der Film viele Schwarzafrikaner, die vor der Grenze auf ihre Chance warten, und zeigt Flüchtlinge, die es geschafft haben.

Eine Dokumentation von Driss Deiback und Stephan Lamby

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