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Gegen die Grenze

Das Leben des Michael Gartenschläger

Der Film rekonstruiert seinen Lebensweg mit bislang unbekannten Dokumenten, darunter auch Original-Tonbänder eines Interviews, in dem Gartenschläger über seine Taten und Motive Auskunft gibt.

Michael Gartenschläger stirbt 1976 an der deutsch-deutschen Grenze - auf westlicher Seite. Der ehemalige "Staatsverbrecher" aus der DDR, vom Westen freigekauft, wollte eine Selbstschussanlage demontieren.

Michael Gartenschläger wächst in Strausberg bei Berlin auf. Als der Mauerbau beginnt, ist er 17 Jahre alt. Er und seine Freunde sind empört, dass ihnen nun der Weg zu Westberliner Kinos und Plattenläden versperrt wird. Sie malen Parolen auf Häuserwände. Eine LPG-Scheune wird angezündet. Drei Tage später werden sie festgenommen. Es folgt ein Schauprozess gegen die Jugendlichen. Der "Staatsverbrecher" Gartenschläger erhält lebenslänglich. Nach zehn Jahren Haft wird er schließlich von der Bundesrepublik freigekauft. Doch seine angestaute Wut, sein gewachsener Hass auf das SED-Regime lässt ihm auch im Westen keine Ruhe. Er betätigt sich als Fluchthelfer.

Sendetermin

Sa, 15.08.09, 13.15 Uhr

Dann hört Gartenschläger von den Selbstschussanlagen an der DDR-Grenze, deren Funktionsweise im Westen unbekannt ist. Er beschließt, einen Automaten zu holen und mit dieser Aktion auf das Unrecht hinzuweisen. Die Demontage wird eine "Spiegel"-Story. Und die Stasi hat nur ein Ziel: weitere Demontagen zu unterbinden und den Täter zu "liquidieren". Kurze Zeit später stirbt Gartenschläger im Kugelhagel von Stasi-Schützen. In diesem Film erzählt u.a. ein ehemaliger Grenzsoldat von dem Sonderbefehl, beim Auftauchen des "Grenzverletzers" sofort zu schießen - ohne Vorwarnung.

Ein Film von Alexander Dittner und Ben Kampas

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