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Rekruten des Kalten Krieges
Washington und der KGB
Während des Kalten Krieges war Spionage an der Tagesordnung. Die Öffnung der russischen Archive erlaubte erstmals einen Blick auf Umfang und Intensität der Geheimdienstarbeit der Sowjets in den USA. Der Film zeigt Beispiele geheimdienstlicher Tätigkeiten, die bislang völlig unbekannt waren.
Sendetermin
Do, 29.09.11, 04.30 Uhr
Der Kalte Krieg war die Hochzeit der Spionage. Es war die Epoche der Meisterspione, der zynischen Machtkartelle zwischen Ost und West und der mörderischen Intrigen. Bereits während des Zweiten Weltkriegs, als die Sowjetunion noch Verbündeter der Vereinigten Staaten war, hatte sich das Interesse des KGB verlagert. War ursprünglich Großbritannien das bevorzugte Operationsgebiet im Westen gewesen, wurden nun die USA das Hauptziel. Dabei griff der KGB auf seine vorzüglich aufgebaute Spionagestruktur in Großbritannien zurück.
Seit die russischen Archive zugänglich sind, weiß man, wie viele Spione Moskau in den USA platziert hatte. Ethel und Julius Rosenberg zum Beispiel, in den 60er Jahren fast zu Ikonen der Unschuld idealisiert und scheinbar unschuldig zum Tode verurteilt, waren, wie man heute weiß, tatsächlich KGB-Agenten.

Washington von jenseits des Potomac. (Quelle: PHOENIX/HR)
Der Film rekonstruiert die letzten Jahrzehnte Verratsgeschichte und revidiert auch einige der Glaubenssätze der liberalen Öffentlichkeit der USA, die Reflex der Kommunistenhatz waren. Die Veröffentlichung der „Venona Files“, der entschlüsselten Abschriften des sowjetischen Funkverkehrs in den USA in den 30er und 40er Jahren beweisen den Umfang der Infiltration durch KGB-Agenten auf allen Ebenen der damaligen amerikanischen Politik. Im Film kommen viele ehemalige Geheimdienst-Zeitzeugen aus Ost und West zu Wort.
