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Die Platte

Geschichten in Beton

Die "Platte" ist zu einem Synonym geworden für die DDR. Und dies, obwohl es sie auch im Westen gab und gibt. Schon 1927 wurde in Berlin-Lichtenberg die erste deutsche Plattenbau-Siedlung eingeweiht.

In der DDR entschloss man sich erst nach Stalins Tod für die ökonomische Plattenbauweise. Der Film erzählt die Geschichte von der Utopie billigen und dennoch komfortablen Wohnens und vom wirklichen Leben in der "Platte".

Nach dem Zweiten Weltkrieg bewährte sich das Bauen mit vorgefertigten Betonplatten zur Beseitigung des Wohnungsnotstandes. Mit der Plattenbauweise sollte "schneller, billiger und besser" gebaut werden. Das industrielle Bauen versprach ein hohes Bautempo, niedrige Kosten und eine höhere Lebens- und Wohnqualität. Massenhaft wurden industriell gefertigte Betonplatten zu Wohnblöcken montiert.

Sendetermin

So, 19.06.05, 13.00 Uhr

Sa, 25.06.05, 18.00 Uhr

Architekten und Städteplaner sahen die Chance zur Verwirklichung eines variablen Systems, mit dem sich aus genormten Platten - wie mit einem Baukasten - eine große Vielfalt von Bauten herstellen ließ und diese in Städten voller "Licht, Luft und Grün" allen Bedürfnissen ihrer Bewohner gerecht werden sollte. Für viele Wohnungssuchende verband sich mit dem Plattenbau die Aussicht auf eine moderne Neubauwohnung mit Bad und Fernheizung. Bis zum Ende der DDR wurden rund 2,1 Millionen Wohnungen aus Betonfertigteilen gebaut. Millionen Menschen lebten und leben in der "Platte".

Dokumentation von Sabine Loll (2004)

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