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Supervulkan im Yellowstone

Gefahr aus dem Bauch der Erde

Eine Dokumentation von Martin Gorst

Männer beobachten im Yellowstone Nationalpark Dämpfe, die aus der Erde treten.

Eine tickende Zeitbombe lauert unter dem trügerischen Idyll des Yellowstone Nationalparks. (Quelle: PHOENIX/ ZDF/ NatGeo/ Naked Science/ Freemantle)

Eine tickende Zeitbombe lauert in acht Kilometer Tiefe unter dem trügerischen Idyll des Yellowstone Nationalpark in Wyoming. Forscher befürchten, die globale Auswirkung der Eruption des Supervulkans wird Milliarden von Menschen das Leben kosten. Er wird ausbrechen - daran besteht kein Zweifel. Die Frage ist nur wann.

Stille liegt über dem Yellowstone Nationalpark. Dann scheint der Boden zu explodieren. Zähflüssiges Magma schießt Kilometer hoch in die Stratosphäre. Eine gewaltige Druckwelle rast über den Kontinent. In den Meeren bilden sich Riesen-Tsunamis. Vor allem wegen der giftigen Gase und einem tödlichen Regen aus Glut, Asche und Gesteinsbrocken würde in Amerika vermutlich niemand die Katastrophe überleben. Forscher befürchten, die globale Auswirkung der Eruption eines Supervulkans wird Milliarden von Menschen das Leben kosten.

Sendetermin

Mi, 14.07.10, 12.30 Uhr

Auf der Erde gibt es nur wenige Supervulkane. Im Unterschied zu Feuer speienden Bergen bilden sie kesselförmige Täler in der Landschaft aus. Über Hunderttausende von Jahren köchelt ein Supervulkan eine Mischung aus Magma, geschmolzener Erdkruste und Gasen in einer unterirdischen Kammer. Dort baut sich zunehmender Druck auf, der sich irgendwann entlädt. Experten deuten die über 90 Meter hohe Wasserfontäne des größten Geysirs der Erde im Yellowstone als Anzeichen für ein Aktivwerden des Supervulkans. Zudem konnten Vulkanologen berechnen, dass die nächste Explosion des unterirdischen "Dampfkochtopfes" bevorsteht. Mit kaum vorstellbarer Wucht wird er aus dem Erdinneren mindestens 10.000 Mal mehr Material in den Himmel spucken als 1984 der Mount St. Helens.

Vor etwa 600.000 Jahren wurde die Yellowstone-Senke durch eine Eruption des Magmareservoirs geschaffen. Davor brach der Supervulkan nachweislich drei Mal aus. Immer in einem Abstand von etwa 600.000 Jahren. Doch niemand kann vorhersagen, wann genau der gigantische Hexenkessel erneut in die Luft geht und den Planeten bis ins Mark erschüttern wird.

Der Film beleuchtet anhand neuer Erkenntnisse das Phänomen der Supervulkane und zeigt in eindrucksvollen Bildern die kaum sichtbare aber enorme Bedrohung auf.

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