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Trolle, Fjorde und ein Postschiff (2/2)

Jenseits des Nordkaps

Film von Ulli Rothaus und Bodo Witzke

Verstreute Inseln, ein gewaltiges Gebirgsmassiv, Menschen, die der Natur ihren Lebensunterhalt abtrotzen und das Sehnsuchtsziel von Künstlern, Walbeobachtern und anderen Natursüchtigen - die Inselgruppe der Lofoten mit ihren malerischen Orten und den Farbklecksen bunter Holzhäuser vor rauem Fels und klarem Himmel. Die Lofoten sind das erste Ziel der Tour des Hurtigruten-Schiffs "MS Finnmarken" auf dem Weg in den Norden.

Überall auf den Lofoten stehen grob gezimmerte Holzgerüste, oft sogar direkt an der Straße. An ihnen baumeln Tausende Fische ohne Kopf, paarweise am Schwanz aufgehängt. Stockfische, vor Monaten gefangene Dorsche aus der Barentsee, die jetzt an der Luft konserviert werden.

In Svolvær, der wichtigsten Stadt auf den Lofoten, ist der Aufenthalt nur kurz. Die meisten Passagiere der Finnmarken eilen auf einen Drink in die Bar "Magic Ice" und bestaunen die Ausstellung von Eisskulpturen, geschaffen, um dem Stopp eine Attraktion zu geben. Dabei sitzt nur eine Straße weiter William Hakvaag mit seinem Kriegsmuseum, das an das Schicksal aller erinnern will, die am Zweiten Weltkrieg in Norwegen teilnahmen.

Sendetermin

Do. 05.01.17, 15.45 Uhr

Weiter östlich treffen wir im Fischerdorf Gratangen auf echte Fachleute: die Bootsbauer des Clubs zur Erhaltung des "hölzernen" Handwerks. Wir werden Zeugen eines langwierigen Stapellaufs - eines großen segelfähigen Fischerbootes, das wieder zu Wasser gelassen wird, standesgemäß begleitet von einem Frühlingsfest.

Kirkenes ist der Wendepunkt der Reise, kurz vor der russischen Grenze. Marode Trawler ziehen hier die Blicke auf sich, einige werden betankt und versorgt, andere liegen hier, weil sie die Reparaturen nicht bezahlen können.

Im Trollfjord, an dessen Ufern die Felsen 1.000 Meter in die Höhe ragen, spürt jeder die Kraft und die Gewalt der Natur - vielleicht ist es ja das, was die meisten Reisenden hier suchen: das Gefühl, dass die Natur hinter all der Zivilisation noch vorhanden ist, dass sie noch nicht zerstört oder zersiedelt wurde.

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