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Die Deutschprüfung

Am Beispiel von Romaine und Etienne aus Togo und Ilyas aus Pakistan zeigt der Film die Schwierigkeiten und Versuche von Migranten, in einem neuen Leben Fuß zu fassen.

Sendetermin

Di, 02.01.07, 23.45 Uhr

Werden Ilyas und Romaine ihre Deutschprüfung bestehen, und überwindet Etienne seine Bedenken und beantragt den deutschen Pass?

"Es ist unglaublich schwer, Kontakt zu finden, niemand spricht mit mir. So hatte ich mir Deutschland nicht vorgestellt". Die 30jährige Romaine aus Togo lebt seit zwei Jahren in Duisburg-Hochfeld. Vom quirligen Leben Afrikas in die deutsche Realität des sozialen Wohnungsbaus. Es sind die kleinen Dinge, die der sympathischen jungen Frau zusetzen: "Im Bus setzt sich niemand neben mich, obwohl er so voll ist, dass viele stehen müssen". Sicher fühlt sie sich im Moment nur in ihrem Deutschkurs. Dort hat sie Freunde, ihre Mitschüler haben die gleichen Probleme, verstehen sie. Wäre da nicht ihr Mann Etienne, ihre Jugendliebe, sie wäre wohl schon längst wieder zurückgegangen. Der studierte Ökonom ist ein Beispiel gelungener Integration. Sein Deutsch ist perfekt und er hat eine feste Arbeit. Er könnte sich ohne Probleme einbürgern lassen, für den Togolesen aber keine leichte Entscheidung: "Ich habe Angst davor, dass alle nur meine Hautfarbe sehen, davor, dass ich Ausländer bleibe - egal, welchen Pass ich besitze". "Ich musste immer kämpfen. Mir wurde nie etwas geschenkt. Herausforderungen sind nicht neu für mich".

Ilyas Sadiq sitzt in einem Integrationskurs der Berliner Volkshochschule und kämpft mit deutscher Grammatik. Fünf Tage in der Woche, vier Stunden täglich. Am Ende steht die Deutschprüfung. Für den ausgebildeten Informatiker die letzte Hürde auf dem Weg ins Arbeitsleben.

Dokumentation von Claus Schenk (2006)

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