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Im Dialog

Fr. 02.03.18, 18.00 - 18.30 Uhr, Wdh. Sa. 03.03.18, 00.00 Uhr; So. 04.03.18, 13.00 Uhr

Michael Krons im Gespräch mit Katajun Amirpur

Im Dialog

Im Dialog (Quelle: Phoenix)

Die Kriegsgefahr im Nahen Osten ist hoch. Vor dieser Bedrohung warnen immer häufiger Strategieexperten und Nahostkenner. Auch die Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur sieht die angespannte, kritische Lage in Nahost mit Sorge. Ein Konflikt zwischen Israel und Iran sei nur schwer einzudämmen, die Folgen „sehr gefährlich, sollte es dazu kommen“. „Im Dialog“ mit Michael Krons spricht die Deutsch-Iranerin über die komplexe Machtstruktur zwischen den beteiligten Ländern Saudi-Arabien, Syrien, Iran und den involvierten Staaten Russland und Türkei sowie über ihre Eindrücke der gesellschaftspolitischen Verhältnisse im Iran.

Die innenpolitische Situation Irans sei beunruhigend, so Amirpur: Die Proteste um die Jahreswende seien ein Zeichen für große Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Sie hält die hohe Arbeitslosigkeit, die schlechte Versorgungslage und die steigenden Preise für Grundnahrungsmittel und Benzin im Iran für die Auslöser der Proteste im Januar. Hinzu kämen Misswirtschaft und Korruption des Regimes. Auch wenn diese Missstände weiter andauerten, glaubt Amirpur derzeit nicht an einen Regime-Wechsel: „Um das Regime in Teheran aus dem Sattel zu heben, bräuchte es tatsächlich eine breitere und besser organisierte Bewegung.“

Katajun Amirpur, seit 2011 Professorin für Islamische Theologie an der Universität Hamburg, übernimmt zum 1. April 2018 einen Lehrstuhl für Islamwissenschaft an der Universität Köln.

Die Moderatoren der Sendung


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