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Nah an der Politik, weg von der Wirklichkeit? Was politischer Journalismus leisten und woran er scheitern kann

PRESSECLUB - So, 16.12.12, 12.00 - 13.00 Uhr

Diskutieren Sie live mit! Die Zuschauer haben am Sonntag die Gelegenheit, sich unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 - 5678 555 von 12.45 Uhr an mit Fragen in die Diskussion einzuschalten.

Presseclub-Sonderausgabe

Vor fast genau 25 Jahren, am 27. Dezember 1987, ging der ARD-Presseclub zum ersten Mal auf Sendung. Er löste den "Internationalen Frühschoppen" mit Werner Höfer ab, in dem bis dahin 35 Jahre lang Journalistinnen und Journalisten das politische Thema der Woche diskutiert hatten.

Zum Jubiläum von "25 Jahren Presseclub" und "60 Jahren politischer Diskussion im deutschen Fernsehen" sendet das Erste eine Sonderausgabe des Presseclubs, bei der der Journalismus selbst auf der Agenda steht. Unter dem Titel "Nah an der Politik, weg von der Wirklichkeit? Politischer Journalismus auf dem Prüfstand" begrüßt WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn Bundestagspräsident Norbert Lammert, die Publizistin Wibke Bruhns, Georg Mascolo (Chefredakteur, Der Spiegel) und Paul Nolte (Prof. für Neuere Geschichte, FU Berlin).

ZU GAST:
- Wibke Bruhns (Publizistin)
- Norbert Lammert (Bundestagspräsident, CDU)
- Gerd Mascolo (Der Spiegel)
- Paul Nolte (Publizist und Professor für Neuere Geschichte FU Berlin)

Bei der Aufzeichnung der Sendung im ARD-Hauptstadtstudio mahnte Bundestagspräsident Norbert Lammert die anwesenden Journalistinnen und Journalisten, sich in Berichterstattung und Kommentaren Mühe zu geben, genauer hinzuschauen. "Es gibt zahlreiche Indizien für einen starken Trend zum Konformismus", meinte Lammert. Es fehle nicht selten die Courage, eigene Gedanken zu formulieren. Er würde sich wünschen, dass politische Journalisten eher gründlicher denn schneller arbeiteten. Wichtig sei, dass Infotainment nicht die nötige gründliche Information verdränge. "Die Talkshowisierung der Politik wird weder den politischen Journalismus umbringen noch die Politik – aber sie nützt weder dem einen noch dem anderen", so Lammert.

Moderator: Jörg Schönenborn

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