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Die Thar

Die lebendigste Wüste

Film von Raquel Toniolo

Die Wüste Thar ist ein Land der Kontraste. Das Wüstengebiet erstreckt sich über fast 240.000 Quadratkilometer. Sand- und Steinwüste wechseln sich ab mit Dornsavannen und Grasland. Temperaturen von über 50 Grad Celsius und weniger als fünf Zentimeter Regen im Jahr haben der Tharwüste den Beinamen "Land des Todes" eingebracht. Dennoch ist die Thar eine der am dichtesten besiedelten Wüsten der Welt.

Die farbenprächtigen Städte Jodhpur und Jaipur liegen in ihren Randgebieten. Jaipur, die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Rajasthan, ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt. 1981 lebte hier eine Million Menschen, 2011 sind es schon 3,9 Millionen. Und selbst in den trockensten Wüstenregionen wohnen Menschen: Nomaden, die hier besondere Pferderasse, die Marwari, und die besten Kamele Indiens züchten.

Für Wildtiere bietet die Wüste einen Rückzugsort. So ist es ein besonders beeindruckendes Schauspiel, wenn nahe des kleinen Wüstenortes Khichan tausende Jungfernkraniche ihr Winterlager aufschlagen. Diese kleinste aller Kranicharten trotzt auf ihrer Migrationsroute aus dem Norden Asiens in das warme Indien den widrigsten Bedingungen. Auf ihrem Weg überqueren die Tiere sogar den Himalaya.

Das Zusammenleben von Mensch und Tier wird vielerorts bestimmt durch den hinduistischen Glauben. Zahlreiche Tiere werden als Götter verehrt und stehen unter besonderem Schutz. So steht in der Stadt Deshnoke ein Rattentempel. Die kleinen Nager, die in vielen Regionen der Erde gnadenlos verfolgt werden, bekommen hier Nahrung und werden verehrt. Und die Affen des Hanuman-Tempels in Jaipur sind schon lange dafür bekannt, dass sie sich dem Stadtleben besonders gut angepasst haben.

Sendetermin

Sa. 09.09.17, 14.15 Uhr

So. 10.09.17, 08.15 Uhr

Di. 12.09.17, 02.15 Uhr

So. 12.11.17, 20.15 Uhr

Mo. 13.11.17, 07.30 Uhr

Mo. 13.11.17, 18.30 Uhr

Indien ist einzigartig in seiner Vielfalt und atemberaubend schön. Von den majestätischen Gipfeln des Himalaya über die Wüstenregionen der Thar zu den Regenwäldern und Deltas der großen Flüsse sind alle Regionen von landschaftlicher, kultureller und ethnischer Vielfalt geprägt. Indien ist nach China das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde, was zur Folge hat, dass der Mensch immer weiter in die natürlichen Lebensräume vordringt. Doch es gibt auch Bemühungen, die Wildnis zu bewahren, durch Naturreservate und Schutzzonen.

So bietet Indien noch immer Lebensraum für seltene aber typische Tierarten, wie den Bengaltiger oder den indischen Elefanten. Aber auch viele unbekannte Arten leben hier - wie der Bartaffe, der Kleine Panda oder die Flussdelfine des Ganges.

Indiens wilde Schönheit
Indien - einzigartig in seiner Vielfalt. Der Subkontinent ist geprägt von landschaftlicher, kultureller und ethnischer Verschiedenartigkeit. Die Reihe "Indiens wilde Schönheit" führt zu den spektakulärsten und schönsten Regionen Indiens.

Die HD-Dokumentationsreihe fängt die ganze Schönheit von Indiens außergewöhnlichsten Landschaften und Kulturen und der faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt ein. Für die atemberaubenden Wildlife-Bilder ist Richard Kirby verantwortlich.

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