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Deutschland-Saga (5/6)

Was uns antreibt


Die dreiteilige „Deutschland-Saga“ erzählt die Geschichte unseres Landes. Professor Christopher Clark („Die Schlafwandler“), gebürtiger Australier und Historiker an der Universität Cambridge, begibt sich in einem nostalgischen VW Käfer Cabriolet auf den Weg durch die Epochen. Der Experte für deutsche Geschichte ist leidenschaftlich an der Frage interessiert, wie die Menschen hierzulande wurden, wie sie sind. Die Zuschauer werden an die symbolträchtigsten Orte geführt, erleben weltverändernde Leistungen und lernen jene Eigenheiten kennen, die unser Bild auch heute noch im Ausland prägen.

Christopher Clark stellt in der zweiten Folge fest: Die Nachfolger Leonardo da Vincis müssen sich eindeutig weiter nördlich von dessen Heimat angesiedelt haben. Zumindest dieje­nigen, die dem Universalgelehrten der Renaissance auf dem Feld der „technischen Erfindungen“ nacheiferten. Schon der florentini­sche Alleskönner trug den Titel „Ingenarius“, und es sind vor allem Leistungen dieses Standes, die heute noch den Wirtschaftsstand­ort Deutschland prägen.

Sendetermine

Mo. 12.02.18, 22.15 Uhr

Di. 13.02.18, 08.15 Uhr

Bei den Patenten teilen sich deutsche Wissenschaftler gegenwär­tig die ersten Plätze mit der Konkurrenz aus den USA und Japan. Hat das etwas mit Disziplin, Gründlichkeit und Präzision zu tun? Bei einem Streifzug durch die Geschichte der Entdeckungen und Erfindungen führt Clark vor Augen, was die Welt deutschen „Superhirnen“ zu verdanken hat: ob Fahrrad, Auto, Dynamo oder Flugzeug. Mancher Pionier endete jedoch tragisch, wie Otto Lilienthal, der seinen Traum vom Fliegen mit dem Leben bezahlte.

Karossen „Made in Ger­many“ haben den Weltmarkt erobert. Neben dem Volkswagen auch BMW, Audi und Daimler. Doch wo liegen die Anfänge? Christopher Clark wandelt auch auf den Spuren der Mobilität, die nicht erst mit Carl Friedrich Benz, dem Erfinder des modernen Automobils oder Ottos gleichnamigen Motor begann. 1813 baute Karl Drais seine erste vierrädrige Fahrmaschine, angetrieben mit den Füßen. In Erinnerung aber blieb der badische Forstmeister und passionierte Erfinder durch die von ihm entwickelte Laufmaschine, die als Draisine Berühmt­heit erlangte.

Auch bei den großen Entwicklungen in der Kommunikationstech­nik, bei Telefon, Radio, Fernseher, Computer, standen Deutsche Paten. Physiker und Chemiker machten bahnbrechende Erfindun­gen – etwa bei der Quantenphysik oder der Kernspaltung – und waren deshalb lange führend bei der Zahl der Nobelpreise. Der Nationalsozialismus war auch hier eine Zäsur – brillante Forscher wie Albert Einstein, James Franck und Max Born wurden ins Exil getrieben.

Film von Sebastian Scherrer und Gero von Böhm

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