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Der Kampf um den Regenwald

Indios gegen die Ölmafia

Film von Torsten Mehltretter

Im Jahr 2007 überrascht der ecuadorianische Präsident Rafael Correa die Welt mit einem revolutionären Vorschlag: Natur statt Erdöl. Westliche Industrienationen sollen zahlen, damit das Öl in der Erde bleibt.

Sendetermin

Mi, 28.07.10, 21.45 Uhr

Fr, 30.07.10, 14.15 Uhr

Durch diese Initiative könnten große Teile des Regenwaldes im Amazonasbecken erhalten bleiben - ein Plan, der aufzugehen scheint. Die Welt ist begeistert.

Viele Nationen, darunter auch Deutschland, erklären sich bereit zu zahlen. Insgesamt sieben Milliarden US-Dollar verlangt Ecuador für den Erhalt des Yasuni-Nationalparks - ein Gebiet, das zu den artenreichsten der Welt zählt. Es ist ein Deal mit Haken. Denn die Erdölindustrie macht Druck. Der Präsident wackelt und spielt auf Zeit. Er sucht nach neuen Möglichkeiten, Öl zu fördern - an anderer Stelle.

Widerstand der Indios

Der Park umfasst nur einen kleinen Teil des ecuadorianischen Regenwaldes. Indios, die außerhalb dieser Schutzregion leben, sollen jetzt einen Teil der Zeche zahlen. Für ihre Gebiete wurden bereits Konzessionen zur Förderung des Erdöls verkauft. Betroffen sind rund 400 Indiostämme, die zum Teil weit abseits jeder Zivilisation im absoluten Einklang mit der Natur des Dschungels leben.

In einem kleinen Dorf organisiert sich der Widerstand. Die Einwohner haben mit dem Kampf gegen die Erdölindustrie begonnen - mit Hilfe aus Deutschland. Die Münchenerin Mascha Kauka erarbeitet zusammen mit den Indios ein bisher weltweit einmaliges Konzept für den Erhalt des Regenwaldes. Sanfter Fortschritt und Wissenschaft sollen das Gebiet retten. Das Konzept könnte Schule machen, wenn es greift, bevor die Erdölindustrie den Dschungel erschlossen hat. Aber die Zeit drängt. Der Präsident hat bereits ein Ultimatum gestellt. Ein Film von Torsten Mehltretter.

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