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Der erste Weltkrieg im Orient (3/3)

Koloniale Machtspiele im Nahen Osten

Film von Malek Triki und Dana Trometer

Mit der deutschen Erstausstrahlung des Dreiteilers „Der Erste Weltkrieg im Orient“ im Rahmen einer Themenwoche „Orient und Okzident“ zeigt erstmals auf phoenix eine Dokumentationsreihe die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf den heutigen Nahen Osten, sowie die Verstrickungen Deutschlands und anderer europäischer Kriegsparteien in das Leid der arabischen Bevölkerung, die in diesem todbringenden Waffengang auf Kriegsschauplätzen einbezogen wurde.

Tausende Araber mussten mit Beginn des Krieges 1914 an der Seite der europäischen Westmächte kämpfen, auf Kriegsschauplätzen im Orient und sogar auf europäischem Boden. In den Kriegswirren kamen viele der arabischen Soldaten um, Moslems mussten gegen Moslems in den Krieg ziehen, das Osmanische Reich zerbrach. Die Länder im Nahen Osten gerieten zwischen die Fronten und wurden schließlich zwischen den Kolonialmächten aufgeteilt, ohne Rücksicht auf deren Geschichte, Kulturräume oder deren Bevölkerungen. Die Dokumentationsreihe, im Original „World War One Through Arab Eyes“ aus der Sendergruppe von Al Jazeera, zeigt wie sehr die heutigen Konflikte im Nahen Osten bis hin zum aktuellen Bürgerkrieg in Syrien auch im Ersten Weltkrieg begründet liegen, und durch koloniale Machtspiele der europäischen Westmächte mit gesät wurden.

Sendertemine

Fr. 01.09.17, 21.45 Uhr

Sa. 02.09.17, 02.15 Uhr

Sa. 02.09.17, 08.45 Uhr

Sa. 02.09.17, 18.45 Uhr

Im dritten Teil des Films geht es um die Aufteilung des Nahen Ostens. Für die Araber begann diese Geschichte allerdings nicht erst 1914 mit Beginn des Ersten Weltkrieges sondern schon 1911. Hier verlor das Osmanische Reich im italienisch-türkischen Krieg weite Teile des heutigen Libyens.

Weitere Niederlagen des Osmanischen Reiches gegen Großbritannien und Frankreich führten dazu, dass der „Mittlere Osten“ zwischen den Franzosen und Briten durch das Sykes-Picot-Abkommen vom 16. Mai 1916 aufgeteilt wurde. Es entstanden Grenzen, die unabhängig von Ethnien einfach mit dem Lineal gezogen wurden. Konflikte waren vorprogrammiert. Die Westmächte hingegen weiteten ihre Interessen aus und profitierten von den neu erschaffenen Handelswegen. Schließlich wurde 1948 der Staat Israel gegründet. Dabei wurde wieder auf die arabisch-stämmige Bevölkerung wenig Rücksicht genommen. Es kam zum ersten arabischen israelischen Krieg, bei dem rund 850.000 Palästinenser aus ihrer Heimat fliehen mussten

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