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Der Dino-Planet (1/3)

Kampf der Giganten

Film von Nigel Paterson

Größer, gemeiner, gefräßiger. Die dreiteilige Dokumentation berichtet über die neuesten Entdeckungen aus der Welt der Urzeit-Giganten mit modernster Computertechnik und animierten 3D-Grafiken. Die spektakulären Erkenntnisse der Dino-Forschung der letzen Jahre können heute mitreißender und detailgetreuer denn je präsentiert werden. "Walking with Dinosaurs" war vor zehn Jahren der große, erfolgreiche Bericht über die Welt der Dinosaurier ?

Er kann heute als überholt gelten. Denn seitdem wurden mehr neue Dinosaurier-Arten entdeckt als in den gesamten 200 Jahren davor. Die Dino-Forschung ist heute global und umfasst alle Kontinente. Die Öffnung Chinas, die Erforschung von Arktis und Antarktis und die Vermessung der Sahara haben erstaunliche Funde zu Tage gebracht: von pflanzenfressenden Giganten, die über 30 Meter hoch wurden bis zu bunt gefiederten, angriffslustigen Riesenvögeln. Diese Funde trafen auf eine neue, interdisziplinäre Sichtweise der Paläontologie: Heute arbeiten die Urzeitforscher Hand in Hand mit Biologen, Zoologen, Physikern, Geologen, Medizinern, Historikern und Klimaforschern und bringen Licht in die Zeit der Dinosaurier, der immerhin erfolgreichsten Lebewesen des Planeten. In "Der Dino-Planet" wird erstmals das faszinierend farbige Federkleid der Saurier rekonstruiert ? Vergleiche versteinerter Dino-Hautstücke mit den Farbpigmenten und -strukturen unserer heute lebenden Vögel machen es möglich. Kurzum, das Erdmittelalter stellt sich als ein ungemein vitales, artenreiches und farbenprächtiges Universum dar.

Die erste Folge des Dreiteilers besucht den Dino-Planeten vor 95 Millionen Jahren während der mittleren Kreidezeit. In Afrika treibt damals das größte Landraubtier aller Zeiten sein Unwesen: Spinosaurus, die Dornen-Echse. Mit monumentalem Gebiss, messerscharfen Reißkrallen und einem auffälligen Rückensegel ist der 17 Meter lange Elftonner ein wahrer Drache aus dem Märchenbuch der Evolution. Der Sumpfbewohner lebt an Flüssen und fängt riesige Sägefische. Mit Druckrezeptoren an der Spitze seines langen Maules spürt er die Fische auf. Er muss sich nur vor dem zwölf Meter langen Mega-Krokodil Sarcosuchus in Acht nehmen.

Sendetermin

Fr. 22.09.17, 20.15 Uhr

Sa. 23.09.17, 00.45 Uhr

Sa. 23.09.17, 07.15 Uhr

Di. 12.12.17, 05.15 Uhr

In trockeneren Gebieten geht zu der Zeit Carcharodontosaurus auf die Jagd. Das Gebiss ist rasiermesserscharf und erinnert an Hai-Zähne. Zu seiner Lieblingsbeute zählt Ouranosaurus, ein über zwei Tonnen schwerer und sieben Meter langer Pflanzenfresser. Doch als die nordafrikanischen Sümpfe aus-trocknen, taucht Spinosaurus im Revier auf und liefert sich mit Carcharodontosaurus Kämpfe auf Leben und Tod. Allerdings haben sich die Haifischzahn-Echsen auch auf die Jagd nach dem gewaltigen Paralitian spezialisiert, einem 70 Tonnen schweren, 30 Metern langen Pflanzenfresser, dem sie im Rudel nachstellen. Hierbei sind sie ohne Konkurrenz.

Auch in Südamerika lebt zur Kreidezeit ein ähnlicher Koloss: Argentinosaurus,
das mit einer Länge von mindestens 35 Metern und einem Gewicht von
75 Tonnen gewaltigste Landtier aller Zeiten. Seine Fußstapfen sind so tief, dass kleinere Reptilien und Säuger reihenweise in ihnen umkommen. Doch auch dieser Riese ist seines Lebens nicht sicher. Schon die Kleinen werden, kaum aus den Eiern geschlüpft, in großer Zahl von Skorpiovenator, einem zweibeinigen Raubsaurier, verschlungen. Die Erwachsenen müssen sich gegen den Super-Killer Mapusaurus in dramatischen Kämpfen zur Wehr setzen - nicht immer mit Erfolg.

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