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Barcelona

Rumba auf Katalanisch

Ein Film von Thomas Schneider

"Adelante - vorwärts, Mann im 600er, die Landstraße gehört Dir!" schallt es aus dem Radio. Der Seat 600 ist klein, ungemütlich - und ein spanischer Mythos: Das Auto, mit dem eine ganze Nation fahren lernte. Gebaut wurde es in Barcelona, als Lizenzausgabe von Fiat - ein echter Italo-Katalane also, und damit ein typisches Kind seiner Stadt. Denn Barcelona ist seit jeher eine Stadt der Einwanderer. Der 600er – genau das passende Vehikel für eine Zeitreise in diese Stadt, die wie ein Schwamm Menschen, Kulturen, Sprachen und Ideen aufsaugt und darum nie austrocknet.

Rumba auf Katalanisch

"Adelante - vorwärts, Mann im 600er, die Landstraße gehört Dir!" schallt es aus dem Radio. Der Seat 600 ist klein, ungemütlich - und ein spanischer Mythos: Das Auto, mit dem eine ganze Nation fahren lernte. (Quelle: PHOENIX/ ARD-Studio Madrid)

ARD-Korrespondent Thomas Schneider erzählt Geschichten aus dieser Stadt, die sich immer wieder neu erfindet: Von den Gitanos, die vor 300 Jahren kamen und mit der von ihnen erfundenen "Rumba Catalana" den Soundtrack der Stadt liefern - und von einem Musik-Visionär, der die inzwischen etwas angestaubte Rumba-Kultur mit der Clubszene der Postmoderne versöhnen will. Romantik plus Avantgarde, typisch Barcelona eben.

Im Viertel Poblenou, mit seiner spannenden Mischung aus Industriekultur, avantgardistischem Design und dörflichem Charme, lebt Rentnerin Antonia , die sich mit 70 Jahren einen lebenslang gehegten Traum erfüllt: endlich lesen und schreiben zu lernen. Denn auch das ist typisch für eine Generation, die im Bürgerkrieg aufgewachsen ist und nie eine Chance auf Bildung bekam. Antonia zeigt uns ihr Viertel und die Stätten ihrer Kindheit.

Sendetermin

So, 06.06.10, 02.30 Uhr

Und natürlich geht es auch um den Seat 600 selbst, der die Spanier auf dem Weg in die Gegenwart transportieren half, nun aber selbst längst ein liebenswerter Anachronismus ist.

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