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Deutschland von oben (1/3)

Stadt

Film von Freddie Röckenhaus und Petra Höfer

Laserscan der Frauenkirche in Dresden aus dem Helikopter

Laserscan der Frauenkirche in Dresden aus dem Helikopter (Quelle: (Bild: PHOENIX/ ZDF))

Erstaunlich, was ein Perspektivwechsel bewirkt: "Deutschland von oben" präsentiert das Land erstmals ausschließlich aus der Vogelperspektive. Während eines kompletten Jahres flog "Terra X" mit Hubschrauber, Ultraleichtflugzeug oder Motorflugzeug über Deutschlands Landschaften und Städte. Die Alpen und die Mittelgebirge, die Heidelandschaften und das Wattenmeer, die großen urbanen Zentren und das ländliche Idyll - kaum eine Region in Deutschland gleicht der anderen. Zusammen ergeben sie das facettenreichste Bild Deutschlands, das im Fernsehen je zu sehen war.

Denn die bewegte Historie des Landes liegt noch immer in die Erde geschrieben. Man muss sich nur hoch genug erheben, um sie zu sehen: die Krater urzeitlicher Meteoriten, die Überreste der bronzezeitlichen Pfahlbauten im Bodensee, die Spuren des römischen Limes und das grüne Band der ehemaligen Mauer. Ein wahrlich erhebender Geschichtsunterricht.

Sendetermine

Di. 08.08.17, 20.15 Uhr

Mi. 09.08.17, 01.15 Uhr

Mi. 09.08.17, 12.45 Uhr

Mi. 09.08.17, 18.30 Uhr

Aber auch die Moderne erschließt aus der Luft ihre komplexen Netzwerke. Die Verkehrsknotenpunkte, die Gas- und Hochspannungsleitungen oder die Schienen der Bahn verbinden die Menschen in Deutschland. Wie vielfältig diese Wege sind und wie interessant die Erlebnisse derer, die sie bauen, reparieren und pflegen, erfährt man erst aus der Luft.

Folge 1 der Reihe schaut auf die Städte, in denen die meisten Menschen leben. Aus der Luft verraten die Städte die Geheimnisse ihrer Baupläne, ihre innere Logik und manche ihrer versteckten Lebensadern. "Deutschland von oben" zeigt die Dächer und Türme großer und kleiner Städte, die Bahntrassen und Straßenzüge, auf denen jeden Morgen über 40 Millionen Menschen, fast alle zur gleichen Zeit, zur Arbeit oder zur Schule streben.

Aus der Luft sieht man das Brandenburger Tor mit ganz anderen Augen, und man fragt sich, wie die Bäume in den Häuserschluchten der Wohnquadranten von Friedrichshain jemals genug Sonne zum Wachsen bekommen konnten. Von oben sieht man den Luxus von Hamburgs Alstervororten am üppigen Grün und der Größe der Grundstücke. Und man erkennt, wie die Hamburger Speicherstadt auf ihre modernen, neuen Nachbargebäude der Hafen-City stößt.

Wie ist das scheinbar planlose Wirrwar der mittelalterlichen Straßen in den Altstädten von Rothenburg, Regensburg oder Lübeck zustande gekommen? Welcher geheime Plan steckt dahinter? Und wie kann Münchens Oktoberfest, das größte Volksfest der Welt, überhaupt funktionieren, wenn die meisten der bis zu 500 000 Besucher am Abend alle beinahe zur gleichen Zeit und möglichst mit dem Taxi nach Hause fahren wollen? Wie identifizieren Experten anhand von englischen Luftbildern noch 65 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges auf Luftbildern die gefährlichen Blindgänger aus den finsteren Zeiten des Bombenkriegs?

Nichts hat die deutschen Städte nachhaltiger verändert, als die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Aus der Vogelperspektive sieht man es deutlicher als je zuvor. "Wenn ich als Ameise auf einem Teppich laufe, kann ich das Muster des Teppichs nicht erkennen", sagt Luftbildarchäologe Klaus Leidorf. "Das kann ich nur mit Abstand - also von ganz weit oben."

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