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Essen im 21. Jahrhundert (1/2)
Mit Hightech auf den Tisch

Kuh in einer Respirationskammer. (Quelle: PHOENIX/MDR/LE Vision)
Essen ist Kultur, manchmal gar Kunst, es ist Geschmacksache. Der Kampf in der Lebensmittelindustrie um Aufmerksamkeit für bewährte und immer neue Produkte wird knallhart geführt. Essen ist vor allem aber lebensnotwendig, bedeutet Brennstoff für den Körper. Genug zu Essen zu haben, wird für immer weniger Menschen selbstverständlich - die Weltbevölkerung wächst rasant. Die Dokumentation "Essen im 21. Jahrhundert" zeigt an den Schnittpunkten von Wissenschaft und Industrie, wie Lebensmittel immer weiter optimiert werden, um einerseits noch vielfältigere Produkte für die Verbraucher zu entwickeln und gleichzeitig Alternativen für eine bessere Verwertung der klassischen Rohstoffe wie Fleisch, Getreide und Fisch zu schaffen.
Teil eins der Dokumentation zeigt neueste Versuche und Labortests, deren Ziel es ist, ertragreiche Fleischrassen bei Rindern zu züchten und die Fleischqualität zu verbessern. Verhaltenspsychologen versuchen, Stress, dem etwa Schweine in der Massenhaltung ausgesetzt sind, mit ungewöhnlichen Methoden zu analysieren und zu reduzieren. Vor allem Schweine sind empfindlich für den alltäglichen Stress, bei der Fütterung ebenso wie bei der Haltung in riesigen Stallungen, und natürlich vor der Schlachtung. Denn Stress führt zu vermehrter Ausschüttung von Hormonen, die der Qualität des Fleisches abträglich sind.
Sendetermine
Mo, 10.12.12, 20.15 Uhr
Di, 11.12.12, 07.30 Uhr
Di, 11.12.12, 18.30 Uhr
Auch der Getreideanbau steht im Blickpunkt der Forscher. Der Bedarf an Getreide, dem wichtigsten Nahrungsmittel der Welt, steigt unaufhörlich. Umweltauflagen und höhere Anforderungen an die Qualität verlangen nach neuen Anbaumethoden. Satellitenbilder von Feldern und ihre elektronische Auswertung sollen die Landwirtschaft entscheidend voranbringen. Der Film stellt ein neues Projekt aus Brandenburg vor, das mit Satelliten in 600 Kilometer Höhe Ernteerträge erhöhen und besser planen will.
Auch dem dritten großen Nahrungsrohstoff der Menschheit, dem Fisch, widmen sich immer ausgefeiltere Methoden. Da die Weltmeere zunehmend leer gefischt sind, kommt der Aquakultur eine immer größere Bedeutung zu. Der Film zeigt eine EU-Studie zur Kontrolle der Fischqualität aus Zuchtbeständen und eine ebenso innovative wie ungewöhnliche Idee Berliner Wissenschaftler, in einem Gewächshaus Tomaten und Fische in einem gemeinsamen Kreislauf zu züchten.
